Christian Bauman, seßhaft zu Wilflingen, bekundet: Er war wegen verhandelter, verwirkter und wohlverschuldeter Sachen in das Gefängnis seines Junkers, des edlen und festen Sebastian Schenk von Stauffenberg, gekommen. Obwohl er wegen seiner Taten mit peinlicher Häscherstrafe am Leib hätte bestraft werden können, war er auf seine, seiner Freundschaft und anderer ehrbarer Leute Bitten hin wieder aus dem Gefängnis entlassen worden und schwört seinem Junker, dessen Nachkommen und Erben sowie dessen Holzwarten, den Gebrüdern Hans und Peter Specker, und allen, die an seiner Gefängnisstrafe Forderungen und Rache hatten, Urfehde. Der A. verspricht, in Zukunft keine Waffen, Degen oder Gewehre mehr zu tragen. Bei Fahrten übers Land darf er indes ein Karrenmesser bei sich führen. Der A. verspricht ferner, nicht mehr um Geld zu spielen und zu wetten. Als Bürgen werden eingesetzt: Hans Baumann, Gallin und Anderis, Brüder des A., Jakob Gartenfleiß, Caspar Geiger, Magdalena Sydler, Augustin Bayer, Stoffel Stoll, Michel Koch, Jakob Schmid (alle von Wilflingen), Jörg Schutt von Friedingen (Fridingen), Michel Lacher, Sebastian Koß, Hans Miller (alle von Egelfingen), Jörg Mayer, Ludwig Harscher, Balthas Harscher, Hans Harscher (alle von Billafingen), Jörg Reisch, Ammann, Jörg Einhart, Jakob Sick, Jörg Applin, Josef Koch, Hans Rätich, Hans Melcher, gen. Riem, Jakob Bayer, Lenz Melcher, Stoffel Rättich, Konrad Gunczen, Simon Schwarz, Hans Michel Gaß (alle von Binzwangen), Hans von Landaw und Hans Malenbry von Waldhausen. Die Bürgen verpflichten sich, bei Verletzung der Urfehde und der übrigen Bedingungen durch den A. diesen innerhalb eines Monats dem Junker oder seinen Erben und Nachkommen auszuliefern, widrigenfalls sie 40 fl zu bezahlen haben. Hans Bauman, Vater des A., und Gallus Baumann (übergeschrieben: man), Bruder des A., und Pfarrherr zu Binzwangen, stellen den gen. Bürgen und deren Erben eine Schadloserklärung aus.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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