1519 Aug. 4 (Donnerstag nach Vincula Petri) - Aschaffenburg Kardinal Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Mainz, Kurfürst, Erzkanzler und Primas, bekundet: Zwischen seinem Vorgänger Erzbischof Jakob einerseits sowie Bernhard von Berlichingen, Ritter, und Hans von Rosenberg, verordnete Vormünder des Hans Jörg, Sohn des + Hans von Aschhausen, andererseits wurde wegen 2000 fl Hauptsumme und 950 fl Nutzung des Schlosses Aschhausen samt Zugehörden vereinbart, dass die gen. Vormünder oder Martin von Sickingen, Stiefvater des Hans Jörg, und Margarethe geb. von Berlichingen, seine Mutter, 10 Jahre lang dem mainzischen Keller zu Buchen jährlich 200 fl rh als Abschlag an der Hauptsumme zu entrichten hätten; die 950 Goldgulden solle [Hans] Jörg erlegen, sobald er volljährig sei, wonach er zu belehnen sei. Nachdem Hans Jörg am oben gen. Tag Quittungen über die Bezahlung der beiden Summen vorgelegt und um Belehnung gebeten hat, verleiht der A. ihm seinen Teil an Schloss Aschhausen samt dem Teil, den die [von Braubach gen.] von Angelloch vom Erzstift Mainz zu Lehen getragen und mit Bewilligung Erzbischof Jakobs [vom 16. Apr. 1478; s. U 162] an die von Aschhausen verkauft hatten, ferner den Vorhof daselbst mit Zugehörden sowie die Weiden und den Platz bei Krautheim jenseits der Jagst, auf dem sie stehen, oberhalb des oberen Brühls gelegen, wie der + Hans von Aschhausen das dem Administrator Albrecht [von Sachsen am 22. Feb. 1484; s. U 164] verkauft hatte und wie der + Vormund Götz von Berlichingen damit durch Erzbischof Berthold und jüngst der Vormund Hans von Rosenberg damit durch Erzbischof Jakob belehnt worden waren. Siegler: der A. Ausf. Perg. - 1 Sg. anh., besch. - Rv. Prov.: Aschhausen, von