Erbstreit um das im Dingmal Kleinenbroich gelegene Peltzersgut (Wert: 300 Gulden) und die Frage, ob das von den Eheleuten Johann Hennes und Jutta Binnefeldt stammende Gut an deren gemeinsame Tochter Johanna, Ehefrau von Peter Kessel, dem Vater der Appellaten, fiele oder an Johann Hennes’ Sohn 2. Ehe, Engelbert, den Appellanten.
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AA 0627, 491 - B 1220/4286
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1541-1563 (1510-1563)
Enthaeltvermerke: Kläger: Engelbert (Engel) Binnefeldt (Bynefelt, Binnenfeldt, Bynenfeldts), Bauersmann, Laie des Bistums Köln und Kirchspielsmann zu Büttgen (Kr. Grevenbroich); ab Okt. 1557 seine Söhne und Erben: Geschwister Peter, Heinrich (Schuhmacher zu Neuss (?)), Hubert, Andreas, Sophie und Maria Binnefeldt sowie Marias Ehemann Andreas Watmans (Waitmyß, Waitemanß, Waitmanß, Wattenus, Waltman) und Sophies Ehemann Johann Schlechtriem; ab Okt. 1562 Gebrüder Peter, Heinrich und Hubert Binnefeldt, ihre Schwäger Andreas Watmans und Johann Schlechtriem sowie Heinrich Steill samt seiner Ehefrau Mechthild, der Witwe des Andreas Binnefeldt; ab Juni 1563 Gebrüder Peter, Heinrich und Hubert und Heinrich Steill als Mann und Mombar Mechthilds, der Witwe des Andreas Binnefeldt, und Johann Schlechtriem für sich und als Administrator seiner Kinder aus der Ehe mit der verstorbenen Sophie Binnefeld, (Bekl.) Beklagter: Söhne und Tochter des verstorbenen Peter Kessel (Kettel, Ketel, Kessels): Gerhard, Johann und Sophie, wohnhaft auf dem Hof bei Kleinenbroich; ab März 1550 Wilhelm Kessels Kinder Heinrich, Konrad und Peter, Sophie Kessel, Adelheid Kessels Ehemann Franz Koel und Jakob von Lippert; ab Dez. 1551 sämtliche Erben des verstorbenen Peter Kessel: Franz Koel von Aldekerk als Mombar seiner Ehefrau Adelheid Kessel, Gerhard, Konrad und Sophie Kessel, Gerhard Laetmann und seine Ehefrau Ariane Kessel, Walter und Johann Aretz als Kinder und Erben des vorstorbenen Dietrich Aretz und seiner Ehefrau Wilhelmina Kessel und Elisabeth Kroens als Tochter Heinrich Kroens (Kronytz) und seiner Ehefrau Johanna Kessel; ab Okt. 1557 Geschwister Konrad, Gerhard, Peter und Sophie Kessel, Walter Aretz auf der Bach, Johann, Arnold und Irmgard Kessel, (Kl.: Peter Kessels Kinder Wilhelm, Adrian, Gerhard und Sophie) Prokuratoren (Kl.): Breunlin (1541) - Dr. Adam Themar 1541 - Dr. Lucas Landtstrayß - Lic. Valentin Gotfryd - Breunlin (1542) - Lic. Mauritius Brunlin 1551, 1552, 1557, 1557, 1563 Prokuratoren (Bekl.): Bueb (1541) - Dr. Leopold Dyck 1550 - Dr. Ludwig Segeler - Lic. Mauritius Breunelen - Dr. Johann Deßler 1551 - Dr. Daniel Hornungh - Dr. Leopold Dick 1557 - Dr. Johann Portius - Dr. Melchior Schwartzenberch Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Vogt und Schöffen zu Kleinenbroich 1537-1539 mit Urteilsweisung durch das kurköln. Hauptgericht (Richter und Burgmannen des Schlosses) zu Liedberg - 2. Kurfürstl. Kammergericht (Räte) zu Bonn 1539-1541 - 3. RKG 1541-1563 (1510-1563) Beweismittel: Acta priora (Q 3). Kleinenbroicher Schöffenurkunde, 1539 (25-29). Desgl. 1510: Johann Aeß von Düsseldorf hat zusammen mit seiner verstorbenen Ehefrau Agnes dem Neusser Bürger Matthias König (Kunings) und dessen Ehefrau Mechthild ihr Viertel an Binnefeldts Hof im Gericht Kleinenbroich erblich verkauft (48-50). Desgl., 1515: Theis und Metze König verkaufen alle ihre Rechte an dem Gut Binnefeldts Hof im Kirchenspiel Kleinenbroich an Engelbert Binnefeldt und seine Ehefrau Katharina (50-53). Zeugenverhör (110- 239). Armutszeugnis für Peter Kessels Kinder Konrad, Sophie, Gerhard und Peter, 1557 (240). Kleinenbroicher Schöffenurkunde, 1515 (265). Beschreibung: 7 cm, 281 Bl., lose; Q 1-37, Q 6 doppelt, 2 Beilagen
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:41 MESZ
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