Mandatschreiben des Kaisers Leopold an die gräflichen Moerser Beamten: Die Stadt Duisburg und die Beerbten des Kasseler Feldes klagen, daß am 18.8.1680 bewaffnete Eingesessene der Grafschaft Moers über den Rhein gekommen sind und ihren bzw. Ruhrorter Bürgern gewaltsam Pferde abgenommen bzw. Flüchtige bis in die Ruhr verfolgt haben. Dies sei unter dem Vorwand einer neuen Auflage und Schatzung geschehen, verstoße aber gegen die Freiheiten der Betroffenen. Kaiserliche Strafandrohung (10 Mark Gold) insbes. vor weiteren Übergriffen (gleichzeitige Abschrift). Leopold, Leopold Wilhelm Graf zu Königsegg auf kaiserlichen Befehl, Frantz Martin Meußhenge(?). 1682 Juli 6. Wien
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Mandatschreiben des Kaisers Leopold an die gräflichen Moerser Beamten: Die Stadt Duisburg und die Beerbten des Kasseler Feldes klagen, daß am 18.8.1680 bewaffnete Eingesessene der Grafschaft Moers über den Rhein gekommen sind und ihren bzw. Ruhrorter Bürgern gewaltsam Pferde abgenommen bzw. Flüchtige bis in die Ruhr verfolgt haben. Dies sei unter dem Vorwand einer neuen Auflage und Schatzung geschehen, verstoße aber gegen die Freiheiten der Betroffenen. Kaiserliche Strafandrohung (10 Mark Gold) insbes. vor weiteren Übergriffen (gleichzeitige Abschrift). Leopold, Leopold Wilhelm Graf zu Königsegg auf kaiserlichen Befehl, Frantz Martin Meußhenge(?). 1682 Juli 6. Wien
796
A III 85 Von Pelden genannt Cloudt
Von Pelden genannt Cloudt >> Behördenschriftgut aus Amtstätigkeit (Drostamt, Vogtamt))
1682 Juli 6
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:25 MEZ