Dr. theol. Konrad Dieterich, Superintendent in Ulm, bekennt: Anna geborene Müller, die Witwe des Ulmer Bürgers und Vorstehers der Metzgerzunft Ludwig Mürdel, hat ihn nach Ausweis ihres von zwei Oberrichtern der Stadt Ulm besiegelten Testaments zu ihrem Universalerben eingesetzt. Nach ihrem kürzlich erfolgten Tod haben ihm die Ulmer Bürger Johann Christoph Krafft, öffentlicher Notar und Pflegamtsschreiber zu Ulm, und Matthäus Kechelin der Ältere, Biersieder in Ulm, als vom Rat der Stadt bestellte Pfleger der Anna Müller Rechenschaft über die Verwaltung von Anna Müllers Besitz und Vermögen gelegt und ihm ihre gesamte Hinterlassenschaft übergeben. Er stellt ihnen darüber eine Quittung aus und verzichtet auf alle weiteren Forderungen an sie.
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Dr. theol. Konrad Dieterich, Superintendent in Ulm, bekennt: Anna geborene Müller, die Witwe des Ulmer Bürgers und Vorstehers der Metzgerzunft Ludwig Mürdel, hat ihn nach Ausweis ihres von zwei Oberrichtern der Stadt Ulm besiegelten Testaments zu ihrem Universalerben eingesetzt. Nach ihrem kürzlich erfolgten Tod haben ihm die Ulmer Bürger Johann Christoph Krafft, öffentlicher Notar und Pflegamtsschreiber zu Ulm, und Matthäus Kechelin der Ältere, Biersieder in Ulm, als vom Rat der Stadt bestellte Pfleger der Anna Müller Rechenschaft über die Verwaltung von Anna Müllers Besitz und Vermögen gelegt und ihm ihre gesamte Hinterlassenschaft übergeben. Er stellt ihnen darüber eine Quittung aus und verzichtet auf alle weiteren Forderungen an sie.
A Urk., 4512
A 1563
2395 / 3
2395 / 3
A Urk. A Urkunden
A Urkunden
1628 Dezember 24.
Archivale
Sprache: Deutsch
Aussteller: Dr. theol. Konrad Dieterich, Superintendent in Ulm
Siegler: Daniel Besserer von Talfingen [Oberelchingen Stadt Ulm] und Leonhard Erasmus Schorer, Oberrichter und Ratsherren in Ulm, auf Bitte des Ausstellers
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel in Holzkapseln; beide verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (17. Jh.)
Anmerkungen: Konrad Dieterich wurde am 9. Januar 1575 in Gemünden a. d. Wohra (Lkr. Waldeck-Frankenberg/Hessen) geboren. Nach dem Studium in Marburg und anschließender Lehrtätigkeit in Marburg und Gießen wurde er 1614 Münsterprediger und Superintendent in Ulm. Er starb am 22. März 1639 in Ulm (vgl. Appenzeller, Münsterprediger, S. 107f., Nr. 76).
Die Urkunde wurde dem Stadtarchiv im Januar 1941 von Landgerichtspräsident Emil Landerer geschenkt.
Datum: Der geben ist den viervndzwainzigsten monatstag decembris, 1628
Aussteller: Dr. theol. Konrad Dieterich, Superintendent in Ulm
Siegler: Daniel Besserer von Talfingen [Oberelchingen Stadt Ulm] und Leonhard Erasmus Schorer, Oberrichter und Ratsherren in Ulm, auf Bitte des Ausstellers
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel in Holzkapseln; beide verloren
Rückvermerke: Inhaltsangabe (17. Jh.)
Anmerkungen: Konrad Dieterich wurde am 9. Januar 1575 in Gemünden a. d. Wohra (Lkr. Waldeck-Frankenberg/Hessen) geboren. Nach dem Studium in Marburg und anschließender Lehrtätigkeit in Marburg und Gießen wurde er 1614 Münsterprediger und Superintendent in Ulm. Er starb am 22. März 1639 in Ulm (vgl. Appenzeller, Münsterprediger, S. 107f., Nr. 76).
Die Urkunde wurde dem Stadtarchiv im Januar 1941 von Landgerichtspräsident Emil Landerer geschenkt.
Datum: Der geben ist den viervndzwainzigsten monatstag decembris, 1628
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:15 MESZ
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