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Korrespondenz von Angelica Balabanoff an Hein Kohn
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Autographensammlung van Endert/Engelmann, HHI.2016.G.1001.34
HHI.SLG van Endert/Engelmann Autographensammlung van Endert/Engelmann
Autographensammlung van Endert/Engelmann >> Archivalie – Korrespondenz
1960
Transkriptionen:
Dr. Angelica Balabanoff
ROMA - Via Luigi Settembrini, 28
Telefono 386 500
Rom, 4.II.1960
Geschätzter Genosse Kohn!
Endlich darf ich mit reinem Gewissen an Sie schreiben.
Gestern habe ich eigenhändig das Buch samt Inschrift
und Photographie, eingeschrieben, per Express abgesandt.
Jedoch - und deshalb ist mein Gewissen nicht ganz "ruhig":
ich habe weder Ihren Namen, noch die Adresse des Bu-
reaus auf's Couvert geschrieben! Dabei bin ich kein
"zerstreuter Professor", es ist einfach eine unverzeihliche Fahrläs-
sigkeit, für die ich mich entschuldige und sie Ihnen sofort ge-
stehe in der Hoffnung dass die Sendung trotz allem an
Sie gelangt, oder dass Sie sie evtl. bei der Post reklamieren können.
Soll ich mich auch für die schlechte Handschrift und die
Kritzeleien entschuldigen? Das glaube ich nicht denn
auch die Art des Schreibens gehört zur Wahrheit, besonders
bei Memoiren.
Was Sie mir über eine Neuausgabe meiner Erinnerungen
schreiben rührt mich sehr, ich bin Ihnen sehr
dankbar, aber mich würde z. B. mehr interessieren
eine evtl. Veröffentlichung der Erinnerungen mit Ergänzungen
& Kürzungen, in holländischer Sprache. Wenn das möglich
wäre, würde ich diese Ausgabe der Genossin R. Holst
wie ich sie kannte, widmen. Aber über all das und anderes
ein anderes Mal, jetzt möchte ich Sie schnell informieren dass
das Buch abgegangen ist.
Mit herzlichen Grüssen Angelica Balabanoff
1 eigenhändiger Brief mit Unterschrift und Briefumschläge
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.