Der Propst von St. Liudger zu Helmstedt Jakob Pasman macht bekannt, daß der zur Zeit des Abts Hermann an das Kloster Frauenberg bei Helmstedt versetzte Wormstedsche Zehnt wieder an das Kloster zurückgekommen ist. Laut eingerückter Urkunde des Abts Heinrich Duden ist dem Propst im Beisein des Priors Dietrich Raem, des Pastors zu Neukirchen Paul Bruin, des Küsters Raban Boetzeler und des Kellners Bartolomäus Dulken auf Lebenszeit der Wormstedsche Zehnt überlassen worden. Er wird deswegen zu Ostern 100 Reichstaler an Werden zahlen und je nach dem Ausfall der Hopfenernte einen großen oder kleinen Sack Hopfen, wobei die Abtei Werden die Hälfte der Fracht trägt. Der Speck, den er laut einem früheren Vertrag entrichten sollte, ist erlassen, doch wird er bei gut geratener Mast an Werden eine Verehrung in Geld entrichten. Der Propst soll alle drei Jahre ein drei Jahre altes Pferd erhalten. Er soll die übrigen Verehrungen an Handschuhen, Riemen usw. nicht vergessen. Überschüsse wird er zur Einlösung verpfändeten und versetzten Klosterguts verwenden. - Es siegelt und unterschreibt der Aussteller. - Geben ... auf Montag negst nach dem hl. Pfinxttage.