Friedrich [III.], Balthasar und Wilhelm [I.], Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen, bekennen, dass sie von den Erfurter Juden Schalam, Golda, Hanna, [Juden-]meister Elias, Schalam und Hase von Braunau (Schalam von Brunowe, Golden von Brunowe, Hannen syner sweger, meystere Elias, Schalam, Hasen syen swegern) 376 Schock Meißener und 250 Schock böhmische Groschen erhalten haben. Die Land- und Markgrafen setzten ihren Gläubigern darüber folgende Bürgen: Friedrich, Bischof von Merseburg; Friedrich von Orlamünde (Orlamunde), Herr zu Droyßig (Drozsig); Gebhard [XI.], Herr zu Querfurt (Querenfurte); Konrad d. Ä. von Tannroda (Thannenrode), Herr daselbst; Heinrich von Heldrungen (Herlderunge), Herr daselbst; Friedrich [IX.] von Schönburg (Schonburg), Herr zu Glauchau (Gluchowe); Christian von Witzleben (Wiczeleyben); Nikolaus von Köckritz (Kokericz); Johann von Eckartsberga (Eckirsberge); Konrad von Würzburg (Werczeburg); Hermann Wurm (Worme); Heinrich von Laucha (Loucha). Sie versprechen, die Summe bis zum nächsten Michaelistag in Erfurt zurückzuzahlen. Für den Fall des Zahlungsverzugs werden detaillierte Bestimmungen getroffen. U. a. soll dann pro Woche auf drei Schock Groschen ein Groschen Zins fällig werden. - Siegel der Schuldner und der Bürgen angekündigt.