Hotel Merkur (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
E 9/622
Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Nürnberg >> Bestandsgruppe E: Dokumentationsgut privater Provenienz >> E 9 - Firmen- und Wirtschaftsarchive >> E 9/622 - Hotel Merkur
Im Jahr 2011 hat das StadtAN Unterlagen des Hotels Merkur, dann Loew's Hotel Merkur und aktuell Ringhotel Loew's Merkur, als Schenkung erhalten. Das Archivgut steht nunmehr der Forschung zur Benutzung zur Verfügung.Zum 75-jährigen Geschäftsjubiläum ist eine Veröffentlichung von Gesa Büchert und Peter Löw, Hg. Loew's Hotel Merkur, Friedrich W. Loew, Nürnberg im Selbstverlag 2005, unter dem Titel "Zum Merkur, bitte! - Geschichte und Geschichten einer Nürnberger Hoteladresse" erschienen, die umfassende Informationen über die Gründung und Entwicklung des Betriebes enthält. Einen kurzen Überblick über die Geschichte gibt die Chronik im hinteren Teil des Buches, aus der nachfolgende Angaben zum großen Teil entnommen wurden:- "1930 Eröffnung der Fremdenpension 'Haus Loew' mit 7 Betten" durch Leonhard Loew und seiner Ehefrau Anna Loew, Pillenreuther Str. 1- "1938 Übernahme des Café Merkur; Umbenennung der Pension Loew in Hotel Merkur"- "1940 Kauf des Gebäudes Celtisplatz 5"- "1943 Zerstörung des Hauses Pillenreuther Str. 1", "Wiederaufnahme des Gastronomiebetriebs im Erdgeschoss"- "1945 Zerstörung des Hauses Celtipslatz 5"- "1946 Wiedereröffnung des Restaurantbetriebs"- "1948 Tod von Leonhard Loew", Übernahme der Geschäftsleitung durch Anna Loew- "1952 Restitutionszahlung für das Gebäude Celtisplatz 5"- "1957 Kauf des Grundstücks 'Celtisplatz 7'"- "1958 Wiederaufbau des Gebäudes Celtisplatz 5"- "1964 Bau des Motels", "Umwandlung der Rechtsform Leonhard Loew KG in Hotel Merkur Betriebsgesellschaft mbH"- "1967 Kauf des Hauses Pillenreuther Str. 3"- "1969 Übernahme des Hotels durch Friedrich W. Loew"- "1982 Tod der Firmengründerin, Frau Anna Loew"- "1984 Eröffnung des Neubaus Celtisplatz 7"- "1988 Kauf des Wöhrl-Gebäudes (Comeniusstr. 2)"- "1994 Mitglied der Ringhotel-Kooperation"- "1998 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Friedrich W. Loew"- "2003 Betriebsgröße: 220 Zimmer, 440 Betten; 18 Veranstaltungsräume für Konferenzen"Die im Einzelbestand enthaltenen Unterlagen geben Auskunft sowohl über die Familie als auch über das Hotel. Neben persönlichen Papieren und Sammlungen, dabei auch Presseausschnittsammlungen, sind Korrespondenzen, Jahresberichte, Bilanzen, Haushalts- und Kassenunterlagen, Lohnlisten, Bauakten, Pläne, Verträge, Hoteldrucksachen u. ä. mit Angaben zu Ankäufen von Anwesen, Erweiterungen, Betrieb, Fliegerschäden, Wiederaufbau, Hotelbelegungen etc. vorhanden. Aus dem letztgenannten Bereich Hotelbelegungen liegt umfangreiches Material vor, so die Hotelbücher aus den 1940er/1950-er Jahren mit täglichen Aufschreibungen über die Belegungen der Zimmer mit Nennungen der Gäste, des Zimmerpreises u. a. und die Zimmerbelegungspläne (pro Tag/ein Blatt), bis auf einige wenige Ausnahmen für die Zeit von Ende 1958 bis Ende 1991, insbesondere mit Eintragungen zu Zimmernummern, Gästenamen, Anzahl der belegten Betten sowie der belegten Zimmer.
lfd. Meter: 33,00; Einheiten: 315
Bestand
Deutsch
Celtispaltz 5
Celtisplatz 7
Comeniusstr. 2
Firmen- und Wirtschaftsarchive (Einzelbestände)
Hotel Merkur (Einzelbestand)
Hotel Merkur Betriebsgesellschaft mbH
Loew, Anna
Loew, Friedrich W.
Loew, Leonhard
Loew KG, Leonhard
Loew's Hotel Merkur
Merkur, Hotel (Einzelbestand)
Pension Loew
Pillenreuther Str. 1
Pillenreuther Str. 3
Ringhotel Loew's Merkur
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ