Brief Johann Christoph Tetzels an Georg Heberlein, Voit zu Artelshofen
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E 49/II Nr. 1056
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
23.01.1703
Enthält:
1703 Januar 23: Brief Johann Christoph Tetzels an Georg Heberlein, Voit zu Artelshofen.
Tadel: Heberlein berichtet nicht regelmäßig über die Vorgänge in Artelshofen. Befehlswidrig hat er das Futter an den Herrn Pfleger (Hersbruck?) abgegeben, das Geld bislang nicht hereingeschickt.
Die Brauerei, welche den Schreiber etliche Tausend Gulden gekostet hat, lässt er liegen, obwohl der Erwerb des Braurechts doch auch viel Kosten verursacht hatte.
75 Gulden Zins und 30 Gulden für den Garten stehen auch noch aus. Anbei eine Liste mit den Schuldnern und deren Außenständen.
Warum wurden keine Fische gefangen?
Das Geld (für das Futter, s.o.) wollte Heberlein ja nicht mit dem Schulmeister schicken, obwohl das nichts gekostet hätte. Wenn er das Geld zusammengebracht hat, soll er es aus Sicherheitsgründen mit dem Stadtschreiber von Velden senden.
Ist das Hasengarn wieder getrocknet? Wie steht es mit dem Holz? Ist der Kahn schon angefertigt worden? Über alle diese Punkte fehlt jeglicher Bericht.
Den Unzuchtsfall der Schulmaigel hat Heberlein ebenfalls verschwiegen.
Der Brief ist gut zu verwahren und auf Lichtmeß wieder herein (nach Nürnberg) zu schicken.
Liste der Untertanen, welche ihre Nachfristen und Zinse bis Lichtmeß zu zahlen haben, bei Strafe eines Guldens.
Georg Steger, Michael Morner, Jobst Grötsch, Georg Reul, Hans Fechters Witwe, Christian Westphal, Leonhard Hufnagel, Georg Schoup (= Schaup), Georg Heberlein, Hans Loß, Hans Schaup, Hans Schwarz, Hans Grötsch, Hans Mayer.
1703 Januar 23: Brief Johann Christoph Tetzels an Georg Heberlein, Voit zu Artelshofen.
Tadel: Heberlein berichtet nicht regelmäßig über die Vorgänge in Artelshofen. Befehlswidrig hat er das Futter an den Herrn Pfleger (Hersbruck?) abgegeben, das Geld bislang nicht hereingeschickt.
Die Brauerei, welche den Schreiber etliche Tausend Gulden gekostet hat, lässt er liegen, obwohl der Erwerb des Braurechts doch auch viel Kosten verursacht hatte.
75 Gulden Zins und 30 Gulden für den Garten stehen auch noch aus. Anbei eine Liste mit den Schuldnern und deren Außenständen.
Warum wurden keine Fische gefangen?
Das Geld (für das Futter, s.o.) wollte Heberlein ja nicht mit dem Schulmeister schicken, obwohl das nichts gekostet hätte. Wenn er das Geld zusammengebracht hat, soll er es aus Sicherheitsgründen mit dem Stadtschreiber von Velden senden.
Ist das Hasengarn wieder getrocknet? Wie steht es mit dem Holz? Ist der Kahn schon angefertigt worden? Über alle diese Punkte fehlt jeglicher Bericht.
Den Unzuchtsfall der Schulmaigel hat Heberlein ebenfalls verschwiegen.
Der Brief ist gut zu verwahren und auf Lichtmeß wieder herein (nach Nürnberg) zu schicken.
Liste der Untertanen, welche ihre Nachfristen und Zinse bis Lichtmeß zu zahlen haben, bei Strafe eines Guldens.
Georg Steger, Michael Morner, Jobst Grötsch, Georg Reul, Hans Fechters Witwe, Christian Westphal, Leonhard Hufnagel, Georg Schoup (= Schaup), Georg Heberlein, Hans Loß, Hans Schaup, Hans Schwarz, Hans Grötsch, Hans Mayer.
Archivale
Indexbegriff Person: Fechter, Anna
Indexbegriff Person: Fechter, Hans
Indexbegriff Person: Grötsch, Hans
Indexbegriff Person: Grötsch, Jobst
Indexbegriff Person: Heberlein, Georg
Indexbegriff Person: Hufnagel, Leonhard
Indexbegriff Person: Los, Hans
Indexbegriff Person: Mayer, Hans
Indexbegriff Person: Morner, Margaretha
Indexbegriff Person: Morner, Michael
Indexbegriff Person: Reul, Georg
Indexbegriff Person: Schaup, Georg
Indexbegriff Person: Schaup, Hans
Indexbegriff Person: Schulmaigel = Margaretha Morner
Indexbegriff Person: Schwarz, Hans
Indexbegriff Person: Steger, Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Westphal, Christian
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Fechter, Hans
Indexbegriff Person: Grötsch, Hans
Indexbegriff Person: Grötsch, Jobst
Indexbegriff Person: Heberlein, Georg
Indexbegriff Person: Hufnagel, Leonhard
Indexbegriff Person: Los, Hans
Indexbegriff Person: Mayer, Hans
Indexbegriff Person: Morner, Margaretha
Indexbegriff Person: Morner, Michael
Indexbegriff Person: Reul, Georg
Indexbegriff Person: Schaup, Georg
Indexbegriff Person: Schaup, Hans
Indexbegriff Person: Schulmaigel = Margaretha Morner
Indexbegriff Person: Schwarz, Hans
Indexbegriff Person: Steger, Georg
Indexbegriff Person: Tetzel, Johann Christof
Indexbegriff Person: Westphal, Christian
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen
Artelshofen, Brauerei
Hersbruck
Velden
Brief
Voit Artelshofen
Tadel
Futter
Pfleger, Hersbruck
Brauerei
Braurecht
Garten
Fischfang
Schulmeister Artelshofen
Stadtschreiber, Velden
Geldsendung
Hasengarn
Holz
Kahn
Unzucht
Liste
Untertanen
Nachfrist
Zinsen
Strafbewehrtheit
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ