Stallung des Wirtes Conrad Mayer von Hirschbach nach Artelshofen wegen eines Holzfrevels
Vollständigen Titel anzeigen
E 49/II Nr. 1877
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
02.07.1782 - 09.07.1782
Enthält:
1782 Juni 2 bis 9:
Der Veldener Untertan und Wirt zu Hirschbach, Conrad Meier (= Mayer), soll im Herrschaftlichen Gehölz, der Säugarten genannt, bei Hirschbach mehrere Föhren und Fichten umgehauen und abtransportiert haben. Zeuge soll Georg Kohl von Stallbaum, Hersbruckischer Untertan, gewesen sein.
Requisitionsschreiben nach Hersbruck mit der Bitte um Verhör des Kohl, sowie Stallungsgesuch nach Velden wegen des Mayer.
Protokoll, Hersbruck, in Anwesenheit des Pflegers Johann Georg Haller.
Der 57-jährige Georg Kohl, wohnhaft bei dem hiesigen Amtsuntertanen Lorenz Zimmermann in Stallbaum, sagt aus: Er habe um Lichtmeß, als er in die Schmiede nach Hirschbach gehen wollte, im Säugarten 2 Mann gesehen, welche an einem gefällten Baum gesägt haben. Dies sei oben beim alten Kalkofen gewesen. Weiter auf dem Speerbühl sei ihm der Knecht des Hirschbacher Wirts mit einem Wagen begegnet, der ihn nach Leuten fragte, die Holz hauen.
Pflegamt Velden lehnt die Stallung des Mayer für den 7. Juli aus Zeitgründen ab.
Am 9. Juli erscheint Mayer in Artelshofen und wird zu 4 Gulden Strafe verurteilt, die er zusammen mit den Gebühren sofort bezahlt.
1782 Juni 2 bis 9:
Der Veldener Untertan und Wirt zu Hirschbach, Conrad Meier (= Mayer), soll im Herrschaftlichen Gehölz, der Säugarten genannt, bei Hirschbach mehrere Föhren und Fichten umgehauen und abtransportiert haben. Zeuge soll Georg Kohl von Stallbaum, Hersbruckischer Untertan, gewesen sein.
Requisitionsschreiben nach Hersbruck mit der Bitte um Verhör des Kohl, sowie Stallungsgesuch nach Velden wegen des Mayer.
Protokoll, Hersbruck, in Anwesenheit des Pflegers Johann Georg Haller.
Der 57-jährige Georg Kohl, wohnhaft bei dem hiesigen Amtsuntertanen Lorenz Zimmermann in Stallbaum, sagt aus: Er habe um Lichtmeß, als er in die Schmiede nach Hirschbach gehen wollte, im Säugarten 2 Mann gesehen, welche an einem gefällten Baum gesägt haben. Dies sei oben beim alten Kalkofen gewesen. Weiter auf dem Speerbühl sei ihm der Knecht des Hirschbacher Wirts mit einem Wagen begegnet, der ihn nach Leuten fragte, die Holz hauen.
Pflegamt Velden lehnt die Stallung des Mayer für den 7. Juli aus Zeitgründen ab.
Am 9. Juli erscheint Mayer in Artelshofen und wird zu 4 Gulden Strafe verurteilt, die er zusammen mit den Gebühren sofort bezahlt.
Archivale
Indexbegriff Person: Haller, Johann Georg
Indexbegriff Person: Kohl, Georg
Indexbegriff Person: Mayer, Conrad (Wirt)
Indexbegriff Person: Zimmermann, Lorenz
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stallungen von Untertanen
Indexbegriff Person: Kohl, Georg
Indexbegriff Person: Mayer, Conrad (Wirt)
Indexbegriff Person: Zimmermann, Lorenz
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Stallungen von Untertanen
Hersbruck
Hirschbach
Hirschbach, Säu-Garten
Hirschbach, Säu-Garten - Kalkofen
Hirschbach, Schmiede
Hirschbach, Speerbühl
Stallbaum
Velden
Untertan
Wirt
Flurname
Föhren
Fichten
Holzfrevel
Zeuge
Requisition
Stallung
Pfleger, Hersbruck
Pflegamt Velden
Protokoll
Kalkofen
Knecht
Wagen
Terminverschiebung
Strafe
Gebühren
Zahlung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ