1559 Dez. 8 (Fr nach Nikolaus) Alexander <Harderbeck gen.> Glaser (Glasser) zu Unterkochen, Hüttmeister der Glashütte am Häselbach (im Hesselbach), verkauft mit Zustimmung seiner Ehefrau Elisabeth und seiner Kinder seinem Sohn Endris Harderbeck um 600 fl seine Glashütte am Häselbach mit aller Zugehörde und Gerechtigkeit gemäß dem alten Hüttenbrief <vom 26. Feb. 1508; Abschr. in B 397 Bü. 279 No. 6>. Hans Harderbeck von Ulm, Sohn des A., erhält gegen angemessene Bezahlung, gegen einen Jahreszins von 20 fl und zu gen. Bedingungen seinen, d.h. den fünften Arbeitsplatz (Werckstatt) von oben an gerechnet übereignet und verzichtet auf weitere Ansprüche aufgrund der im ersten Kaufbrief erwähnten Überlassung (Lassung). Weitere Vereinbarungen zwischen Endris Harderbeck und seinen Brüdern Hans, Lenhard, Ruprecht und Jakob dienen dazu, den Verbleib der von Stift und Propstei Ellwangen erblehenbaren Hütte bei der Familie zu sichern; sie berühren nicht die Rechte des Fürstpropsts und der Herrschaft Ellwangen. Sr.: Eck von Reischach, Vogt zu Kochenburg, auf Bitten der Brüder Endris Harderbeck, Hüttmeister, Hans Harderbeck, Bürger zu Ulm, Lenhard und Ruprecht Harderbeck Ausf. Perg. - 1 Sg. in Holzkapsel mit Deckel RSig.: Lad. 360 Lit. A. No. 1; Lade 132 No. 3 ASig.: B 397 Bü. 279 Vgl. B 397 Bü. 279 No. 7 (zeitgenössische Abschr.)! Lit.: Karl Greiner, Alte Glashütten im Bezirk des Stifts Ellwangen. In: Ellwanger Jahrbuch 16, 1954/55, S. 33-63, bes. S. 40 f.; ders.: Die Glashütten in Württemberg S. 14 und S. 26