Ritterstift Odenheim (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 94
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Kleinere geistliche Territorien >> Odenheim
(1137-) 15. Jahrhundert - 1802 (-1810)
Überlieferungsgeschichte
Das Benediktinerkloster Odenheim wurde 1494 in ein adeliges Kollegiatsstift umgewandelt und 1507 nach Bruchsal verlegt. Nominell reichsunmittelbar, war das Stift durch Verpfändung der Vogtei eng an den Bischof von Speyer gebunden. Bei der Säkularisation fiel es an Baden.
Im Generallandesarchiv wurden die Urkunden des bischöflichen und des Ritterstifts-Archivs in Bestand 42 zusammengelegt. Die Generalakten des Ritterstifts sind mit Akten des bischöflichen Archivs über das Stift vermischt.
Inhalt und Bewertung
Ordnung nach den Brauer'schen Rubriken (Abzugsrecht - Zunftwesen). Schwerpunkte: Reichskammergerichtsprozesse zwischen Ritterstift und Hochstift Speyer (mit den Akten beider Parteien), Untertanenkonflikte; Stiftsorganisation; Aktivschulden (Leihgeschäfte des Stifts).
Überlieferungsgeschichte: Das Benediktinerkloster Odenheim wurde 1494 in ein adeliges Kollegiatsstift umgewandelt und 1507 nach Bruchsal verlegt. Nominell reichsunmittelbar, war das Stift durch Verpfändung der Vogtei doch eng an den Bischof von Speyer gebunden, was im 18. Jahrhundert zu zahllosen Prozessen gegen das Domstift führte. Bei der Säkularisation fiel es an Baden. Im Generallandesarchiv wurden die Urkunden des bischöflichen und des Ritterstifts-Archivs zusammengelegt (vgl. Bestand 42). Auch die Generalakten des Ritterstifts sind mit Akten des bischöflichen Archivs über Stift Odenheim-Bruchsal vermischt, so daß z.B. die Parteienakten über die Reichskammergerichtsprozesse größtenteils in Bestand 94 anstatt in Bestand 78 zu suchen sind. Die Ortsakten wurden vor allem auf Bestand 229 verteilt, die Amtsbücher und Pläne gelangten in die entsprechenden Selektbestände (66, 67, G, H u.a.) Die Titelaufnahmen der Kartei von Albert Krieger wurde 2007 von Frau Rombach konvertiert. Bei der Redaktion wurde der Wortlaut behutsam modernisiert. Eine Neubearbeitung mit Provenienzanalyse und Indexierung steht noch aus.
Inhalt: Der Bestand ist nach den Brauer'schen alphabetischen Sachrubriken (Abzugsrecht - Zunftwesen) geordnet. Schwerpunkte bilden die Rubriken "Kirchendiener", "Kirchendienste" und "Reichsstifter" mit den Akten über Pfründen, Ämter und Organisation des Ritterstifts, "Landesherrlichkeit" mit den Reichskammergerichtsprozessen zwischen Ritterstift und Hochstift Speyer (mit den Akten beider Parteien) und "Landeshoheit" mit den Akten über die anhaltenden Untertanenkonflikte. In der Rubrik "Schulden (aktiv)" wird die bedeutende Rolle des Stifts als Kreditgeber sichtbar. Karlsruhe, im Oktober 2007 und 2011 Konrad Krimm
Das Benediktinerkloster Odenheim wurde 1494 in ein adeliges Kollegiatsstift umgewandelt und 1507 nach Bruchsal verlegt. Nominell reichsunmittelbar, war das Stift durch Verpfändung der Vogtei eng an den Bischof von Speyer gebunden. Bei der Säkularisation fiel es an Baden.
Im Generallandesarchiv wurden die Urkunden des bischöflichen und des Ritterstifts-Archivs in Bestand 42 zusammengelegt. Die Generalakten des Ritterstifts sind mit Akten des bischöflichen Archivs über das Stift vermischt.
Inhalt und Bewertung
Ordnung nach den Brauer'schen Rubriken (Abzugsrecht - Zunftwesen). Schwerpunkte: Reichskammergerichtsprozesse zwischen Ritterstift und Hochstift Speyer (mit den Akten beider Parteien), Untertanenkonflikte; Stiftsorganisation; Aktivschulden (Leihgeschäfte des Stifts).
Überlieferungsgeschichte: Das Benediktinerkloster Odenheim wurde 1494 in ein adeliges Kollegiatsstift umgewandelt und 1507 nach Bruchsal verlegt. Nominell reichsunmittelbar, war das Stift durch Verpfändung der Vogtei doch eng an den Bischof von Speyer gebunden, was im 18. Jahrhundert zu zahllosen Prozessen gegen das Domstift führte. Bei der Säkularisation fiel es an Baden. Im Generallandesarchiv wurden die Urkunden des bischöflichen und des Ritterstifts-Archivs zusammengelegt (vgl. Bestand 42). Auch die Generalakten des Ritterstifts sind mit Akten des bischöflichen Archivs über Stift Odenheim-Bruchsal vermischt, so daß z.B. die Parteienakten über die Reichskammergerichtsprozesse größtenteils in Bestand 94 anstatt in Bestand 78 zu suchen sind. Die Ortsakten wurden vor allem auf Bestand 229 verteilt, die Amtsbücher und Pläne gelangten in die entsprechenden Selektbestände (66, 67, G, H u.a.) Die Titelaufnahmen der Kartei von Albert Krieger wurde 2007 von Frau Rombach konvertiert. Bei der Redaktion wurde der Wortlaut behutsam modernisiert. Eine Neubearbeitung mit Provenienzanalyse und Indexierung steht noch aus.
Inhalt: Der Bestand ist nach den Brauer'schen alphabetischen Sachrubriken (Abzugsrecht - Zunftwesen) geordnet. Schwerpunkte bilden die Rubriken "Kirchendiener", "Kirchendienste" und "Reichsstifter" mit den Akten über Pfründen, Ämter und Organisation des Ritterstifts, "Landesherrlichkeit" mit den Reichskammergerichtsprozessen zwischen Ritterstift und Hochstift Speyer (mit den Akten beider Parteien) und "Landeshoheit" mit den Akten über die anhaltenden Untertanenkonflikte. In der Rubrik "Schulden (aktiv)" wird die bedeutende Rolle des Stifts als Kreditgeber sichtbar. Karlsruhe, im Oktober 2007 und 2011 Konrad Krimm
674 Archivalieneinheiten (Nr. 1-669)
Bestand
Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S.175-176.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ