Familie von Schwanenflügel: Urkunden und Akten (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
NLA HA, Dep. 51
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.2 Familien- und Gutsarchive
1393-1889
Bestandsgeschichte: In den Monaten Mai bis August 1948 habe ich das Archiv der Familie v. Schwanenflügel, das als Depositum 51 im Niedersächsischen Staatsarchiv in Hannover hinterlegt ist, unter Leitung von Staatsarchivdirektor Dr. Diestelkamp neu geordnet und verzeichnet. Es besteht aus 234 Urkunden und 14 Aktenfaszikeln. Die Urkunden befassen sich ausschließlich, die Akten zum größten Teil mit den Lehen der Familie, die in Südhannover lagen.
In dem Aktenbestand war schon eine Faszikelbildung vorgenommen, die sich aber ohne Rücksicht auf Vorgänge und Zeit lediglich nach der Menge des zu verpackenden Materials richtete. Deshalb war eine völlige Neuordnung erforderlich. Der Betreff wurde nach den Lehnshöfen der Familie geschieden und innerhalb dieser Abteilungen chronologisch geordnet. Anzeichen einer älteren Ordnung waren nicht erkennbar. Diese fanden sich dagegen beim Urkundenbestand, dessen einzelne Stücke mit Bleistift geschriebene Nummern aufwiesen. Diese Ordnung wieder herzustellen war nicht ratsam, da sich herausstellte, daß die Nummerierung innerhalb der einzelnen Gruppen der Aussteller nicht fortlaufend war. Die höchste Ziffer war 239. Da nun mehrfach Abschriften vorhandener Originale eigene Nummern bekommen hatten, ist festzustellen, dass sich der Bestand in seinem Umfang seit der genannten Nummerierung nicht mehr geändert hat. Der Zeitpunkt dieser Ordnung ist nicht festzulegen. Wahrscheinlich ist die Zählung erst für die Deponierung, die 1932 erfolgte, durchgeführt.
Die erste Gesamtbearbeitung - leider ohne Nummern - läßt sich schon früher nachweisen. Von einer Hand, die sich im Schwanenflügelschen Archiv etwa von 1612 bis 1624 verfolgen läßt, sind auf der Rückseite der meisten damals vorhandenen Urkunden Inhalts- und Datumsangaben anscheinend zu Registraturzwecken gemacht. Der Name des Schreibers läßt sich nicht ermitteln, doch dürfte er im Dienst des
Bestandsgeschichte: Schwanenflügelschen Hauses gestanden haben, da von seiner Hand auch die Korrekturen in der Abschrift der Urkunde von 1541 Jan. 2 (vgl. Dep. 51 Akte Nr. 8) stammen, woraus zu schließen ist, daß er zumindest mit den Lehnsgeschäften der Familie betraut war. Auch in der folgenden Zeit haben Registratoren auf den Urkunden ihre Vermerke gemacht, doch läßt sich über ihre Persönlichkeiten nichts aussagen.
Bei den derzeitigen Ordnungsarbeiten wurde der Urkundenbestand, um eine Zersplitterung zu vermeiden, chronologisch geordnet. Die Stücke sind mit Rotstift durchlaufend nummeriert und tragen die Bezeichnungen: Dep. 51 Nr. 1 - Dep. 51 Nr. 234. Abschriften, zu denen im Fond kein Original vorhanden ist, erhielten eigene Ziffern, während die übrigen die Nummern der Originale mit zugefügten kleinen Buchstaben tragen.
Die Urkunden sind einzeln in dazu angefertigten Tüten verpackt.
In den Regesten sind die Originalnamensformen den modernen bis ca. 1575 durchweg und bei jüngeren Stücken nur in Fällen, wo sich die Namen nicht ohne weiteres identifizieren lassen, in Klammern beigefügt. Einer genaueren Überpüfung bedürfen die Flurnamen, die so wiedergegeben sind, wie sie in der jeweils letzten Ausfertigung stehen.
Den Regesten ist ein kleiner Apparat beigegeben in dem die Datierung, soweit sie der Auflösund bedurfte, die Dorsialnotizen, wenn sie gegenüber dem Inhalt der Urkunden etwas Neues oder Falsches bringen, die Ausfertigung, die Besiegelung und die Unterschriften berücksichtigt sind. Die Siegler sind nur angegeben, wenn Aussteller und Siegler verschiedene Personen sind.
Zur Erschließung der Regesten wurde ein Personennamen- und ein Ortsnamenregister beigefügt.
In Druck- oder Regestenwerken ist bislang keine der im Schwanenflügelschen Archiv befindlichen Urkunden verarbeitet.
Hannover, den 6. September 1948
Dr.
Bestandsgeschichte: Mundhenke
Staatsarchivreferendar
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
In dem Aktenbestand war schon eine Faszikelbildung vorgenommen, die sich aber ohne Rücksicht auf Vorgänge und Zeit lediglich nach der Menge des zu verpackenden Materials richtete. Deshalb war eine völlige Neuordnung erforderlich. Der Betreff wurde nach den Lehnshöfen der Familie geschieden und innerhalb dieser Abteilungen chronologisch geordnet. Anzeichen einer älteren Ordnung waren nicht erkennbar. Diese fanden sich dagegen beim Urkundenbestand, dessen einzelne Stücke mit Bleistift geschriebene Nummern aufwiesen. Diese Ordnung wieder herzustellen war nicht ratsam, da sich herausstellte, daß die Nummerierung innerhalb der einzelnen Gruppen der Aussteller nicht fortlaufend war. Die höchste Ziffer war 239. Da nun mehrfach Abschriften vorhandener Originale eigene Nummern bekommen hatten, ist festzustellen, dass sich der Bestand in seinem Umfang seit der genannten Nummerierung nicht mehr geändert hat. Der Zeitpunkt dieser Ordnung ist nicht festzulegen. Wahrscheinlich ist die Zählung erst für die Deponierung, die 1932 erfolgte, durchgeführt.
Die erste Gesamtbearbeitung - leider ohne Nummern - läßt sich schon früher nachweisen. Von einer Hand, die sich im Schwanenflügelschen Archiv etwa von 1612 bis 1624 verfolgen läßt, sind auf der Rückseite der meisten damals vorhandenen Urkunden Inhalts- und Datumsangaben anscheinend zu Registraturzwecken gemacht. Der Name des Schreibers läßt sich nicht ermitteln, doch dürfte er im Dienst des
Bestandsgeschichte: Schwanenflügelschen Hauses gestanden haben, da von seiner Hand auch die Korrekturen in der Abschrift der Urkunde von 1541 Jan. 2 (vgl. Dep. 51 Akte Nr. 8) stammen, woraus zu schließen ist, daß er zumindest mit den Lehnsgeschäften der Familie betraut war. Auch in der folgenden Zeit haben Registratoren auf den Urkunden ihre Vermerke gemacht, doch läßt sich über ihre Persönlichkeiten nichts aussagen.
Bei den derzeitigen Ordnungsarbeiten wurde der Urkundenbestand, um eine Zersplitterung zu vermeiden, chronologisch geordnet. Die Stücke sind mit Rotstift durchlaufend nummeriert und tragen die Bezeichnungen: Dep. 51 Nr. 1 - Dep. 51 Nr. 234. Abschriften, zu denen im Fond kein Original vorhanden ist, erhielten eigene Ziffern, während die übrigen die Nummern der Originale mit zugefügten kleinen Buchstaben tragen.
Die Urkunden sind einzeln in dazu angefertigten Tüten verpackt.
In den Regesten sind die Originalnamensformen den modernen bis ca. 1575 durchweg und bei jüngeren Stücken nur in Fällen, wo sich die Namen nicht ohne weiteres identifizieren lassen, in Klammern beigefügt. Einer genaueren Überpüfung bedürfen die Flurnamen, die so wiedergegeben sind, wie sie in der jeweils letzten Ausfertigung stehen.
Den Regesten ist ein kleiner Apparat beigegeben in dem die Datierung, soweit sie der Auflösund bedurfte, die Dorsialnotizen, wenn sie gegenüber dem Inhalt der Urkunden etwas Neues oder Falsches bringen, die Ausfertigung, die Besiegelung und die Unterschriften berücksichtigt sind. Die Siegler sind nur angegeben, wenn Aussteller und Siegler verschiedene Personen sind.
Zur Erschließung der Regesten wurde ein Personennamen- und ein Ortsnamenregister beigefügt.
In Druck- oder Regestenwerken ist bislang keine der im Schwanenflügelschen Archiv befindlichen Urkunden verarbeitet.
Hannover, den 6. September 1948
Dr.
Bestandsgeschichte: Mundhenke
Staatsarchivreferendar
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ