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Forckenbeck, Maximilian von (z.T. Dep.) (Bestand)
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Laufzeit: 1727-1899, ohne Datum
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1821 - 1892
Der vorliegende Nachlass des Parlamentariers und Oberbürgermeisters von Berlin, Maximilian (Max) von Forckenbeck, gelangte in mehreren Akzessionen in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Der erste Teil (Nr. 68-106) wurde 1925 (Akz. 27/1925) dem Geheimen Staatsarchiv von Frau Liesbeth v. Forckenbeck (geb. Hagen) und der zweite Teil 1926 (Nr. 114 und Nr. 107-109) ebenfalls aus der Familie Forckenbeck aus Berlin als Depositum (Akz. 191/1926) übergeben. Im Jahr 1926 (Akz. 259/1926) deponierte ferner der Rechtsanwalt Walter von Simson aus Berlin die Nummern Nr. 110-112 und Nr. 115 (?) im GSTA. Im Jahr 1977 (Akz. 49/1977) wurden dem Archiv dann die Nummern 1- 67 des damals in Dahlem unter der Signatur X. Hauptabteilung (HA) Rep. 16 A Nr. 18 aufgestellten Nachlassteils von Herrn Gerhard Küchler (1905-1992) aus Berlin mit dem Vorbehalt einer Anbietung einer Erstveröffentlichung an die Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg geschenkt. Nummer 113 wurde dem Nachlass 1950 angegliedert.
Inhaltlich wirkt der Nachlass eher wie ein Familienarchiv, da auch größere Überlieferungen des Großvaters Maximilian (sen.) Bernhard Maria (1749-1820), des Vaters Franz (sen.) (1796-1849), der Ehefrau Marie (1831-1876), des Sohnes Franz (jun.) (1857-1922) und ältere Familienpapiere darin enthalten sind. Bei den Korrespondenzreihen Maximilian von Forckenbecks jun. sind zum Teil auch Forckenbecks Konzepte der ausgegangen Schreiben vorhanden.
Einige Akten (Nr. 2, 3, 5, 15, 17, 19-21, 41, 68 und 74) weisen alte Wasserschäden auf. Diese Akten sind bis zum Abschluss der Restaurierung gesperrt.
Bei der in Merseburg erfolgten Revision 1950 fehlten vom Nachlass folgende drei Nummern:
- A Nr. 7a "Mennonitensachen, meist 1869". Der Inhalt ohne Mappe wurde mittlerweile in dem Archivale VIII. HA Slg Preuß Nr. 19 gefunden. Die leere Mappe Nr. 7a befand sich mit der Beschriftung "leer" im Nachlass. Allerdings enthielt die Mappe Briefe, die inhaltlich eher zu der anderen fehlenden Nummer B Nr. 8 passen, da keinerlei Bezug zu Mennoniten vorhanden ist. Diese aufgefundenen Briefe tragen nun die Bestellnummer 115. Im Namensregister des alten Findbuchs werden ein Teil der früher in B Nr. 8 enthaltenen wichtigeren Korrespondenzpartner aufgeführt. Diese befinden sich jedoch nicht in der aufgefunden Mappe; die Korrespondenzpartner der aufgefunden Stücke werden umgekehrt auch nicht in dem Register genannt.
- B Nr. 8 "Präsidium des Abgeordnetenhauses; zahlreiche Briefe von Ministern, 1869-1873". Ein Teil davon ist jetzt möglicherweise Nr. 115.
- B Nr. 12 Telegramme. Die Telegramme fehlen weiterhin und wurden auch bei der jetzigen Nachlassbearbeitung nicht vorgefunden.
Das Findbuch mit der Verzeichnung der früheren Nummern I. HA Rep. 92 Forckenbeck A 1-11 und B 1-13 wurde von Ludwig Dehio erstellt. Der ursprüngliche Bearbeiter der Archivalien X. HA Rep. 16 A Nr. 18 Forckenbeck Nr. 1-67 konnte nicht mehr ermittelt werden.
Mit Einführung der neuen Tektonik im GStA PK wurden die ehemals als I. HA Rep. 92 und als X. HA Rep. 16 A Nr. 18 geführten Nachlassteile Forckenbecks im Jahr 2001 der neu gebildeten VI. Hauptabteilung Familienarchive und Nachlässe angegliedert.
Die Datenbankeingabe erledigte Frau Pistiolis. Die Vereinheitlichung und Verzahnung der beiden Nachlassverzeichnungen durch Vergabe einer Gesamtklassifikation, die magazintechnische Bearbeitung und die Vorworterstellung geschahen durch die Unterzeichnende. Bei der jetzigen Nachlassbearbeitung wurde der Teil mit den früheren Signaturen A1-B13 der Einfachheit halber nach laufenden Nummern umsigniert und nummerisch ab Nr. 68 dem ehemals Dahlemer Teil angefügt. Eine entsprechende Konkordanz befindet sich am Findbuchende.
Laufzeit: 1727-1899, ohne Datum
Umfang: 1,3 lfm
Bestellweise: VI. HA, Nl Maximilian von Forckenbeck, Nr. ....
Zitierweise für Nr. 1-67: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe,
Nl Maximilian von Forckenbeck, Nr. ....
Zitierweise für Nr. 68-115: GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe,
Nl Maximilian von Forckenbeck (Dep.), Nr. ....
Berlin, Oktober 2012 (Archivoberinspektorin Sylvia Rose)
Lebenslauf des Dr. iur. h.c. Maximilian (Max) Franz August von Forckenbeck:
21.10.1821 geboren in Münster
1838 - 1842 Studium der Rechtswissenschaften in Gießen (u.a. Mitglied des Corps Teutonia Gießen) und Berlin
ab 1842 Referendar am Glogauer Stadtgericht
ab 1847 Assessor am Glogauer Stadtgericht
seit 1848 Präsident des liberalen Glogauer Konstitutionellen Vereins
1849 Rechtsanwalt in Mohrungen/Ostpreußen
1856
Heirat mit Marie Reschke
bis 1859 zugleich Stadtverordneter und Vertreter der Stadt beim Kreistag
1859 Mitglied der liberalen Fraktion im preußischen Abgeordnetenhaus
1859-1872 Rechtsanwalt in Elbing
1861 Mitbegründer der Deutschen Fortschrittspartei
1861 Mitglied im Ausschuss des Deutschen Nationalvereins
1866 Mitbegründer der Nationalliberalen Partei
1866 - 1873 Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses
1874 - 1879 Reichstagspräsident
1872/1873 Oberbürgermeister von Breslau
1873-1892 Mitglied des preußischen Herrenhauses
1878-1892 Oberbürgermeister von Berlin
1879 Niederlegung des Amts des Reichstagspräsidenten
26. Mai 1892 gestorben in Berlin
Familie von Forckenbeck:
Großvater: Maximilian (Max) Bernhard Maria (1749-1820), Münster. Wirklicher Geh. Rat und Kanzleidirektor, preußischer Geheimer Kriegs- u. Domänenrat
Großmutter: Maria Anna Schweling aus Münster
Vater: Franz (1796-1849), preuß. Beamter
Mutter: Brigitte (1793-1827), Tochter von Johann Bernhard Joseph Ignatius Hosius (1744-1800), Dr. iur., Geh. Hofrat in Münster, und Clara Elisabeth Josepha Christina Schweling (1756-1802)
Schwester: Julie
Vetter: Oskar (1822-1898), Begründer des Internationalen Zeitungsmuseums in Aachen
Ehefrau: Marie Reschke (1831-1876), Tochter eines Gutsbesitzers in Elbing
Kinder: Franz (1857-1922), Landgerichtsdirektor in Frankfurt/M.
Maria (verh. mit Ernst Bothe, preußischer General-Leutnant)
Klara und Anna
Enkel: Carl-Aug. Frhr. v. Gablenz ( 1942) (Sohn von Maria, Luftfahrtpionier)
Literatur (Auswahl)
Werke von Maximilian von Forckenbeck:
- Der General-Bericht der Budget-Kommission erstattet von dem Abgeordneten von Forckenbeck, Berlin 1865
- Die Reichstagswahl in Elberfeld-Barmen. Graf von Bismarck, Max von Forckenbeck, Dr. von Schweitzer. Ein Beitrag zur Geschichte der Parteien im Wupperthal, Elberfeld 1867
- Antwort des Oberbürgermeisters von Berlin auf die Angriffe des Reichskanzlers, Berlin 1881 (Rede des Oberbürgermeister Dr. von Forckenbeck am 30 April 1881)
- Max von Forckenbeck, Präsident des Preussischen Abgeordnetenhauses. Biographie mit Portrait. Berlin 1867
Literatur über Maximilian von Forckenbeck:
- Hermann Robolsky: Die Deutsch-Freisinnigen: Eugen Richter, Heinrich Rickert, Professor Hänel, Professor Virchow, Max von Forckenbeck, Freiherr Schenk von Stauffenberg, Ludwig Bamberger, Ludwig Löwe, Professor Mommsen, Leipzig 1884 (Der Deutsche Reichstag von H. Wieramann Teil 1)
- Heinrich Steinitz: Max von Forckenbeck. Oberbürgermeister von Berlin. Ein Lebensbild. Jubiläumsausgabe zum 70. Geburtstag, Berlin 1891
- Martin Philippson: Max von Forckenbeck. Ein Lebensbild, Dresden und Leipzig 1898
- Hermann Oncken: Forckenbeck, Max von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 48, Leipzig 1904, S. 630-650
- Altpreußische Biographie. Hrsg. von Chr. Krollmannn (fortgesetzt von K. Forstreuter, Fr. Gause u. a.), Bd. 1, Königsberg 1941, S. 190
- Erich Angermann: Forckenbeck, Maximilian (Max) Franz August von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 5, Berlin 1961, S. 296-298
- K. G. A. Jeserich und H. Neuhaus (Hrsg.), Persönlichkeiten der Verwaltung. Biographien zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1648-1945, Stuttgart, Berlin, Köln 1991, S. 508
- Helmut Steinsdorfer: Max von Forckenbeck (1821-1892): zum 100. Todestag des Abgeordneten, Parlamentspräsidenten, Oberbürgermeisters von Breslau und Berlin. In: Historische Mitteilungen. Hrsg. im Auftrage der Ranke-Gesellschaft, Vereinigung für Geschichte im Öffentlichen Leben, Bd. 6, Stuttgart 1993, S. 75-95
- Der "Berliner Antisemitismusstreit" 1879-1881. Eine Kontroverse um die Zugehörigkeit der deutschen Juden zur Nation. Kommentierte Quellenedition. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung bearbeitet von K. Krieger, 2 Teile, München 2003, S. 553 u. ö.
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Forckenbeck, M. v.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.