Verhandlungsprotokoll: Protestation des Lüneburger Rats gegen die geplante Deponierung der 12.500 Rheinischen Gulden herzoglicher Schulden in Uelzen (Ultzen) auf dem Rathaus zu Uelzen im Großen Gemach durch Protonotarius Valentin Ghuden. Hintergrund ist der Streit zwischen den Herzögen Heinrich zu Braunschweig-Dannenberg und Wilhelm der Jüngere zu Braunschweig-Lüneburg auf einer Seite und dem Lüneburger Rat auf anderer Seite wegen der Loskündigung des Schlosses Rethem. Lüneburg argumentiert mit dem Vertrag von 1517 mit Herzog Heinrich I. zu Braunschweig-Lüneburg, wonach nur eine Loskündigung aller drei in Lüneburger Pfandbesitz befindlichen Schlössern Bleckede, Lüdershausen und Rethem unter vollständiger Begleichung der o.g. Schuldsumme statthaft sei. Die herzoglichen Räte bestreiten diese Vereinbarung und drohen bei Nichtannahme der Loskündigung Rethems durch den Lüneburger Rat die Deponierung der 12500 Rheinischen Gulden in Uelzen an. Römisch-kaiserlicher Notar Conradus Diethmers des Bistums Halberstadt.

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