Der kaiserliche Notar Georg List aus Pfullingen beurkundet - auf Antrag des Vizekammermeisters Wolf von Uhrmühl und des Kammerprokurators Johann Sebastian Hormoldt, die vor ihm erschienen -, daß sie gegen den Entscheid der Untergänger vom 3. Febr. 1614 im Streit um 9 Viertel Wald im Rheingrund appellieren. Die Appellierenden geben an, weder die Rentkammer noch der Vogt von Bottwar, in deren Zuständigkeit der Holzweiler Hof gehöre, seien bei dem Rechtsstreit zugezogen oder angehört worden; das Kammergut sei durch den Entscheid gemindert worden. Kirchenratsadvokat Dr. iur. David Holder erklärt, der Klosterverwalter habe den Entscheid erst am 9. Februar der Visitation berichtet, worauf er am 12. Februar die Rentkammer in Kenntnis gesetzt habe.
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Der kaiserliche Notar Georg List aus Pfullingen beurkundet - auf Antrag des Vizekammermeisters Wolf von Uhrmühl und des Kammerprokurators Johann Sebastian Hormoldt, die vor ihm erschienen -, daß sie gegen den Entscheid der Untergänger vom 3. Febr. 1614 im Streit um 9 Viertel Wald im Rheingrund appellieren. Die Appellierenden geben an, weder die Rentkammer noch der Vogt von Bottwar, in deren Zuständigkeit der Holzweiler Hof gehöre, seien bei dem Rechtsstreit zugezogen oder angehört worden; das Kammergut sei durch den Entscheid gemindert worden. Kirchenratsadvokat Dr. iur. David Holder erklärt, der Klosterverwalter habe den Entscheid erst am 9. Februar der Visitation berichtet, worauf er am 12. Februar die Rentkammer in Kenntnis gesetzt habe.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 249 a U 41
Aus: A 248 Bü 662
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 249 a Rentkammer: Urkunden
Rentkammer: Urkunden >> Urkunden
1614 Februar 19
Quart (Höhe x Breite)
Urkunden
Ausstellungsort: Stuttgart, Fürstliche Kanzlei, Expeditionsstube der Rentkammer
Zeugen: Rentkammerregistrator Johann Kayser; ordentlicher Renovator M. Johann Öttinger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Pap.S.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: 1 Notariatssignet, Unterfertigung des Notars
Besonderheiten: Libell, 4 Blatt
Anmerkungen: Insert: Urkunde von 1614 Febr. 3 (siehe U 40a)
Zeugen: Rentkammerregistrator Johann Kayser; ordentlicher Renovator M. Johann Öttinger
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Pap.S.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: 1 Notariatssignet, Unterfertigung des Notars
Besonderheiten: Libell, 4 Blatt
Anmerkungen: Insert: Urkunde von 1614 Febr. 3 (siehe U 40a)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ