Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 411 II
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nichtstaatliche Archive (ohne Deposita) >> Gesellschaften, Vereine u.a.
1862-1984
Überlieferungsgeschichte
Der Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg besteht seit 1972 als Rechtsnachfolger des 1883 gegründeten Vereins für Arbeiterkolonien in Württemberg (vgl. Bestand PL 411 I) und ist Träger der Arbeiterkolonien in Dornahof und Erlach. Der vorliegende Bestand geht auf eine Schenkung des Vereins zurück und enthält im wesentlichen Unterlagen über die beiden Arbeiterkolonien aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Fall von Erlach ist auch die Nutzung als Lager für polnische Zwangsarbeiter zwischen 1939 und 1944 dokumentiert.
Vorbemerkung: Der Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg wurde am 11. September 1883 als Verein für Arbeiterkolonien in Württemberg gegründet. Die von dem Verein errichtete Arbeiterkolonie Dornahof bei Altshausen konnte bereits am 15. November desselben Jahres mit der Arbeit beginnen. Im Jahre 1891 richtete der Verein in Erlach bei Backnang eine weitere Arbeiterkolonie ein. Als Institution der freien Wohlfahrtspflege widmet sich der Verein bis in die Gegenwart der Nichtseßhaften- und Gefährdetenhilfe. Während des zweiten Weltkrieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden die beiden Kolonien zu anderen Zwecken verwendet. Der Verein konnte erst im Jahre 1952 seine Tätigkeit zugunsten der Nichtseßhaften wiederaufnehmen. Im Jahre 1972 wurde der Name in "Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg" geändert. In dem "Inventar der Bestände der Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins und verbundener Wohlfahrtseinrichtungen im Staatsarchiv Ludwigsburg" (1) wurde im Jahre 1983 auch das Findbuch zu dem Bestand PL 411 l veröffentlicht, der den größten Teil der Überlieferung des Vereins für Arbeiterkolonien in Württemberg aus der Zeit von 1883 bis 1958 enthält. Die im folgenden verzeichneten Unterlagen wurden am 06. September 1993 vom Staatsarchiv Ludwigsburg aufgrund eines Schenkungsvertrages erworben, um die Kontinuität der Überlieferung zu wahren. Sie umfassen in erster Linie den Zeitraum von 1945 bis 1984, reichen aber in einigen Fällen bis zum Jahre 1883 zurück. Der Verein hatte die dem Staatsarchiv Ludwigsburg übergebenen Unterlagen abgelegt, ohne einen Akten- oder Registraturplan zu verwenden. Außerdem befanden sich in ein- und derselben Aufbewahrungseinheit vielfach Unterlagen mit und ohne bleibenden Wert. Der Verzeichnung ging daher eine sorgfältige Bewertung der einzelnen Unterlagen und die Formierung der Unterlagen mit bleibendem Wert zu Archivalieneinheiten voraus. Im Oktober und November 1993 kassierte der Unterzeichnende vollständige Aufbewahrungseinheiten in einem Umfang von 2,5 lfd. m. Dabei handelte es sich vor allem um Unterlagen über finanzielle Angelegenheiten. Darüberhinaus wurden 1,5 lfd. m Druckschriften herausgenommen und weitgehend kassiert. Die Inspektoranwärterin Ulrike Glogger und die Inspektoranwärter Steffen Dirschka und Bernd Geil begannen im Dezember 1993 mit einer Feinkassation und einer vorläufigen Erfassung auf Karteikarten. Im Januar und Februar 1994 setzten die Inspektoranwärterin Carola König und der Inspektoranwärter Matthias Grotz diese Arbeiten fort. Insgesamt wurden weitere 3 lfd. m kassiert. Bleibender Wert wurde insbesondere solchen Unterlagen zuerkannt, die die soziale Arbeit des Vereins zugunsten der Nichtseßhaften wiederspiegeln. Anschließend formierten Frau König und Herr Grotz die Unterlagen mit bleibendem Wert zu Archivalieneinheiten, die sodann verzeichnet und auf der Grundlage der modifizierten Klassifikation des Bestandes PL 411 l geordnet wurden. Die Erschließung wurde von dem Unterzeichnenden betreut. Herr Emil Schrag hat die Archivalieneinheiten archivgerecht verpackt, während Frau Hildegard Aufderklamm die Reinschrift des Findbuchs besorgte. Der Bestand PL 411 II umfaßt 136 Büschel. Stuttgart und Ludwigsburg, im August 1995 Udo Schäfer (1) Akten zur Wohltätigkeits- und Sozialpolitik Württembergs im 19. und 20. Jh., bearb. v. W. Schmierer u.a. (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 42), Stuttgart 1983.
Nachtrag: Die im Oktober 2010 (Zugang 2010/95) von der Arbeiterkolonie Dornahof eingegangenen Unterlagen wurden von der Praktikantin Sabrina Silbernagel unter Anleitung von Gabriele Benning verzeichnet und als Bü 137-179 in den Bestand PL 411 II integriert. Ludwigsburg, 26. November 2010
Der Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg besteht seit 1972 als Rechtsnachfolger des 1883 gegründeten Vereins für Arbeiterkolonien in Württemberg (vgl. Bestand PL 411 I) und ist Träger der Arbeiterkolonien in Dornahof und Erlach. Der vorliegende Bestand geht auf eine Schenkung des Vereins zurück und enthält im wesentlichen Unterlagen über die beiden Arbeiterkolonien aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Fall von Erlach ist auch die Nutzung als Lager für polnische Zwangsarbeiter zwischen 1939 und 1944 dokumentiert.
Vorbemerkung: Der Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg wurde am 11. September 1883 als Verein für Arbeiterkolonien in Württemberg gegründet. Die von dem Verein errichtete Arbeiterkolonie Dornahof bei Altshausen konnte bereits am 15. November desselben Jahres mit der Arbeit beginnen. Im Jahre 1891 richtete der Verein in Erlach bei Backnang eine weitere Arbeiterkolonie ein. Als Institution der freien Wohlfahrtspflege widmet sich der Verein bis in die Gegenwart der Nichtseßhaften- und Gefährdetenhilfe. Während des zweiten Weltkrieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit wurden die beiden Kolonien zu anderen Zwecken verwendet. Der Verein konnte erst im Jahre 1952 seine Tätigkeit zugunsten der Nichtseßhaften wiederaufnehmen. Im Jahre 1972 wurde der Name in "Verein für soziale Heimstätten in Baden-Württemberg" geändert. In dem "Inventar der Bestände der Zentralleitung des Wohltätigkeitsvereins und verbundener Wohlfahrtseinrichtungen im Staatsarchiv Ludwigsburg" (1) wurde im Jahre 1983 auch das Findbuch zu dem Bestand PL 411 l veröffentlicht, der den größten Teil der Überlieferung des Vereins für Arbeiterkolonien in Württemberg aus der Zeit von 1883 bis 1958 enthält. Die im folgenden verzeichneten Unterlagen wurden am 06. September 1993 vom Staatsarchiv Ludwigsburg aufgrund eines Schenkungsvertrages erworben, um die Kontinuität der Überlieferung zu wahren. Sie umfassen in erster Linie den Zeitraum von 1945 bis 1984, reichen aber in einigen Fällen bis zum Jahre 1883 zurück. Der Verein hatte die dem Staatsarchiv Ludwigsburg übergebenen Unterlagen abgelegt, ohne einen Akten- oder Registraturplan zu verwenden. Außerdem befanden sich in ein- und derselben Aufbewahrungseinheit vielfach Unterlagen mit und ohne bleibenden Wert. Der Verzeichnung ging daher eine sorgfältige Bewertung der einzelnen Unterlagen und die Formierung der Unterlagen mit bleibendem Wert zu Archivalieneinheiten voraus. Im Oktober und November 1993 kassierte der Unterzeichnende vollständige Aufbewahrungseinheiten in einem Umfang von 2,5 lfd. m. Dabei handelte es sich vor allem um Unterlagen über finanzielle Angelegenheiten. Darüberhinaus wurden 1,5 lfd. m Druckschriften herausgenommen und weitgehend kassiert. Die Inspektoranwärterin Ulrike Glogger und die Inspektoranwärter Steffen Dirschka und Bernd Geil begannen im Dezember 1993 mit einer Feinkassation und einer vorläufigen Erfassung auf Karteikarten. Im Januar und Februar 1994 setzten die Inspektoranwärterin Carola König und der Inspektoranwärter Matthias Grotz diese Arbeiten fort. Insgesamt wurden weitere 3 lfd. m kassiert. Bleibender Wert wurde insbesondere solchen Unterlagen zuerkannt, die die soziale Arbeit des Vereins zugunsten der Nichtseßhaften wiederspiegeln. Anschließend formierten Frau König und Herr Grotz die Unterlagen mit bleibendem Wert zu Archivalieneinheiten, die sodann verzeichnet und auf der Grundlage der modifizierten Klassifikation des Bestandes PL 411 l geordnet wurden. Die Erschließung wurde von dem Unterzeichnenden betreut. Herr Emil Schrag hat die Archivalieneinheiten archivgerecht verpackt, während Frau Hildegard Aufderklamm die Reinschrift des Findbuchs besorgte. Der Bestand PL 411 II umfaßt 136 Büschel. Stuttgart und Ludwigsburg, im August 1995 Udo Schäfer (1) Akten zur Wohltätigkeits- und Sozialpolitik Württembergs im 19. und 20. Jh., bearb. v. W. Schmierer u.a. (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 42), Stuttgart 1983.
Nachtrag: Die im Oktober 2010 (Zugang 2010/95) von der Arbeiterkolonie Dornahof eingegangenen Unterlagen wurden von der Praktikantin Sabrina Silbernagel unter Anleitung von Gabriele Benning verzeichnet und als Bü 137-179 in den Bestand PL 411 II integriert. Ludwigsburg, 26. November 2010
179 Archivalieneinheiten (5,3 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ