Implorationis Auseinandersetzung um Widersetzlichkeit
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(1) 2058
Wismar M 23 (W M 1 n. 23)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 13. 1. Kläger M
(1665) 01.09.1665-13.09.1665
Kläger: (2) sämtliche Prediger an den Kirchen zu Wismar als Geistliches Ministerium zu Wismar
Beklagter: Joachim Georg Rhete und Jürgen Struck, Küster an St. Nikolai sowie Lucas Creinow und Hinrich Allwart als Küster zu Heilgeist zu Wismar
Fallbeschreibung: Bei Baumaßnahmen an den Wismarer Kirchen und den zu ihnen gehörenden Häusern war es bisher üblich, das anfallende Restholz den Küstern zu geben. Die Küster beklagen sich jedoch, daß Mag. Adrian Christoph Bodenius beim Bau an der Marienkirche und an seinem Haus diese Späne und Holzabfälle für sich reklamiert habe. Die Küster fürchten, daß diese Neuerung nur der Anfang von Bemühungen der Prediger sei, sie zu benachteiligen und erbitten die Hilfe des Rates, um sie davor zu schützen. Als die Prediger sie wegen dieser Klage zur Rede stellen, kommt es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen den Parteien, die Bekl. widersetzen sich den Anweisungen der Kl. und verweigern teilweise den Dienst. Die Kl. bitten das Tribunal, die Bekl. an ihre Pflichten zu erinnern und sie zur Ordnung zu weisen. Das Tribunal lädt die Bekl. am 01.09. auf den 06.09. vor, ermahnt sie und verpflichtet sie, vor dem Rat Abbitte zu leisten und eine Bescheinigung darüber dem Tribunal vorzulegen. Am 09.09.1665 danken Kl. dem Tribunal für seine Hilfe.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1665
Prozessbeilagen: (7) Klage der Küster an den Wismarer Rat vom 06.07.1665; Protokoll der Sitzung des Assessorenkollegiums mit den Küstern vom 06.09.1665
Beklagter: Joachim Georg Rhete und Jürgen Struck, Küster an St. Nikolai sowie Lucas Creinow und Hinrich Allwart als Küster zu Heilgeist zu Wismar
Fallbeschreibung: Bei Baumaßnahmen an den Wismarer Kirchen und den zu ihnen gehörenden Häusern war es bisher üblich, das anfallende Restholz den Küstern zu geben. Die Küster beklagen sich jedoch, daß Mag. Adrian Christoph Bodenius beim Bau an der Marienkirche und an seinem Haus diese Späne und Holzabfälle für sich reklamiert habe. Die Küster fürchten, daß diese Neuerung nur der Anfang von Bemühungen der Prediger sei, sie zu benachteiligen und erbitten die Hilfe des Rates, um sie davor zu schützen. Als die Prediger sie wegen dieser Klage zur Rede stellen, kommt es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen den Parteien, die Bekl. widersetzen sich den Anweisungen der Kl. und verweigern teilweise den Dienst. Die Kl. bitten das Tribunal, die Bekl. an ihre Pflichten zu erinnern und sie zur Ordnung zu weisen. Das Tribunal lädt die Bekl. am 01.09. auf den 06.09. vor, ermahnt sie und verpflichtet sie, vor dem Rat Abbitte zu leisten und eine Bescheinigung darüber dem Tribunal vorzulegen. Am 09.09.1665 danken Kl. dem Tribunal für seine Hilfe.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1665
Prozessbeilagen: (7) Klage der Küster an den Wismarer Rat vom 06.07.1665; Protokoll der Sitzung des Assessorenkollegiums mit den Küstern vom 06.09.1665
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:30 MEZ