Michel Behamb zu Leßkaw, Bürger der Stadt Nürnberg, quittiert seinen Vettern Paulus und Christoff, beiden des innern Rats, und Friedrich Behamb, Pfleger zu Grefenberg und Hil[t]poltstain, Brüdern, den Empfang von 550 Gulden Abfindung für den Verzicht und die Aufgabe der Verwaltung der Behaimschen Familienstiftung, verzichtet für sich und seinen Bruder Raphael auf alle weiteren Ansprüche aus der Stiftung und deren Verwaltung, wogegen ihm die Verehrung von 100 Talern am Schluß des Novemberg 1597 zugesagt wird. Dieser "Vergleich" wurde unter Vermittlung von Hieronymus Kreß und Hans Wilhelm Löffelholz, des innern Rats, und seiner Schwäger geschlossen, nachdem Michael Beheimb mit seinem Bruder Raphael seit etlichen Jahren die Stiftung seiner Voreltern durch Herausgabe ansehnlicher Posten und Geldsummen wegen ihrer gegenwärtigen Nöte geschwächt haben, wie die von ihnen gegebenen Obligationen auswiesen, wofür sie ihren Vettern danken, und nachdem deshalb diese Vettern gemäß Ausspruchs ihnen über das bisher Empfangene gegen Verzicht auf die Verwaltung der Stiftung die Abfindung von 550 fl. zu zahlen versprochen haben.

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Stadtarchiv Nürnberg
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