Mandatum inhibitorium Auseinandersetzung um Zahlung von Forderungen
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(1) 1152
Wismar G 126 (W G 4 n. 126)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 17. 1. Kläger Q
(1749-1750) 13.11.1751-25.10.1752
Kläger: (2) Dr. Theodor Johann Quistorp als gemeiner Anwalt des Graevenitzschen Konkurses
Beklagter: Johann Franz von Palthen als Vertreter des Königlichen Domaniums in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P) Bekl.: Johann Franz von Palthen (A & P)
Fallbeschreibung: Leutnant Carl Wolter von Graevenitz hatte 1749 zwei Hausleutestellen zur Vermehrung des Ambts=Ackers zu Pöhl" gekauft und ordnungsgemäß bezahlt. Da aus diesem Kauf noch Ansprüche über 370 Rtlr 32 s an das Domanium bestehen, bittet Kl., diese Ansprüche der Konkursmasse zuzuschlagen und sie an niemand anders auszuzahlen. Das Tribunal weist den mit der Sache befaßten Assessor Gröning am 16.11. entsprechend an und fordert vom Bekl. eine Stellungnahme. Am 03.12. weist Bekl. mit einer Gegenrechnung nach, daß die Ansprüche geringer ausfallen und fordert, wie gewöhnlich erst zu Trinitatis des kommenden Jahres abzurechnen. Das Tribunal fordert Kl. am 04.12. zur Erwiderung auf, am 24.12. bittet Kl. um Fristverlängerung, die er am 31.12.1751 erhält. Am 17.01.1752 nimmt Kl. die Aussage des Bekl. zur Kenntnis und bittet um Auszahlung seiner Forderungen zu Anthoni 1752. Das Tribunal fordert Bekl. am 19.01. zur Erwiderung auf, am 09.02. bittet dieser um Fristverlängerung, die er am 11.02. erhält. Am 06.05. bittet Kl. um Erneuerung des Mandats an Bekl., da dieser sich bisher nicht gemeldet habe und erwirkt dieses am 09.05. Am 06.06. bittet Bekl. erneut um Fristverlängerung, die er am 13.06. erhält. Am 21.06. bestreitet Bekl. die Höhe der Forderungen des Kl.s und berechnet sie selbst auf 89 Rtlr. Daraufhin schließt das Tribunal am 23.06.1752 die Beweisaufnahme. Am 03.07. bitten Parteien, am 18.09. Kl. um Prozeßbeschleunigung, am 23.10.1752 fordert das Tribunal Bekl. auf, 89 Rtlr bei der Tribunalskanzlei zu deponieren.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1751-1752
Prozessbeilagen: (7) Kaufvertrag über den Steinhagenschen Hof in Timmendorf und den Schabbelschen Hof in Kirchdorf zwischen Vizepräsident Samuel von Palthen als Administrator der Jura Ducalia und Leutnant Carl Wolter von Graevenitz als Amtshauptmann von Poel vom 31.03.1749; Kommissionsprotokoll in der Sache vom 06.12.1749; Abrechnung über Forderungen von und an Graevenitz vom 07.10.1750
Beklagter: Johann Franz von Palthen als Vertreter des Königlichen Domaniums in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Theodor Johann Quistorp (A & P) Bekl.: Johann Franz von Palthen (A & P)
Fallbeschreibung: Leutnant Carl Wolter von Graevenitz hatte 1749 zwei Hausleutestellen zur Vermehrung des Ambts=Ackers zu Pöhl" gekauft und ordnungsgemäß bezahlt. Da aus diesem Kauf noch Ansprüche über 370 Rtlr 32 s an das Domanium bestehen, bittet Kl., diese Ansprüche der Konkursmasse zuzuschlagen und sie an niemand anders auszuzahlen. Das Tribunal weist den mit der Sache befaßten Assessor Gröning am 16.11. entsprechend an und fordert vom Bekl. eine Stellungnahme. Am 03.12. weist Bekl. mit einer Gegenrechnung nach, daß die Ansprüche geringer ausfallen und fordert, wie gewöhnlich erst zu Trinitatis des kommenden Jahres abzurechnen. Das Tribunal fordert Kl. am 04.12. zur Erwiderung auf, am 24.12. bittet Kl. um Fristverlängerung, die er am 31.12.1751 erhält. Am 17.01.1752 nimmt Kl. die Aussage des Bekl. zur Kenntnis und bittet um Auszahlung seiner Forderungen zu Anthoni 1752. Das Tribunal fordert Bekl. am 19.01. zur Erwiderung auf, am 09.02. bittet dieser um Fristverlängerung, die er am 11.02. erhält. Am 06.05. bittet Kl. um Erneuerung des Mandats an Bekl., da dieser sich bisher nicht gemeldet habe und erwirkt dieses am 09.05. Am 06.06. bittet Bekl. erneut um Fristverlängerung, die er am 13.06. erhält. Am 21.06. bestreitet Bekl. die Höhe der Forderungen des Kl.s und berechnet sie selbst auf 89 Rtlr. Daraufhin schließt das Tribunal am 23.06.1752 die Beweisaufnahme. Am 03.07. bitten Parteien, am 18.09. Kl. um Prozeßbeschleunigung, am 23.10.1752 fordert das Tribunal Bekl. auf, 89 Rtlr bei der Tribunalskanzlei zu deponieren.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1751-1752
Prozessbeilagen: (7) Kaufvertrag über den Steinhagenschen Hof in Timmendorf und den Schabbelschen Hof in Kirchdorf zwischen Vizepräsident Samuel von Palthen als Administrator der Jura Ducalia und Leutnant Carl Wolter von Graevenitz als Amtshauptmann von Poel vom 31.03.1749; Kommissionsprotokoll in der Sache vom 06.12.1749; Abrechnung über Forderungen von und an Graevenitz vom 07.10.1750
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ