Abteilung Dessau (Bestand)
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Z 44 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) >> 03.02. Anhaltische Teilfürstentümer 1603 - 1848 >> 03.02.02. Anhalt-Dessau (1603/06 - 1848)
1337 - 1921
Findhilfsmittel: Findbuch um 1900 (online recherchierbar), zum Teil unerschlossen
Bestandsinformationen: Nach der anhaltischen Landesteilung von 1603/06 entwickelten sich in den neu gebildeten Teilfürstentümern Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst in den jeweiligen Residenzen eigene Archive.
In Dessau wurde im Schloss ein "Geheimes Archiv" eingerichtet, das noch benötigte Akten aus dem bisherigen Anhaltischen Gesamtarchiv, Korrespondenzen und privates Schriftgut der Linie Anhalt-Dessau sowie der Hof- und Landesbehörden des Dessauer Landesteils aufnahm.
Nach dem Aussterben der Linien Zerbst, Köthen und Bernburg kam es 1863 zur Vereinigung des Landes zu einem Herzogtum. In den Jahren 1872 bis 1875 wurden dann die Archivalien der anhaltischen Fürsten-/Herzogtümer im Schloss Zerbst zum "Anhaltischen Haus- und Staatsarchiv" zusammengeführt, die in ihrer Gesamtheit als eigene Bestände - die so genannten "Abteilungen" Dessau, Köthen und Bernburg - erhalten blieben, jedoch unabhängig von ihrer Provenienz in ein einheitliches Sachschema gegliedert worden sind.
In die "Abteilungen" gingen in etwa aus dem Zeitraum 1606 bis zum Verwaltungseinschnitt nach der Revolution von 1848 in Anhalt , z.T. auch darüber hinaus, u.a. ein: die Akten der obersten und oberen Landesbehörden, der Ämter/Justizämter und Stadtgerichte sowie von Spezialbehörden. Für einige dieser Behörden sind auch Provenienzbestände überliefert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden aus Sicherheitsgründen zahlreiche Bestände des Anhaltischen Staatsarchivs Zerbst, darunter auch die Archivalien der Abteilung Dessau, an andere Orte ausgelagert. Eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Akten ist verloren gegangen bzw. gilt seit Kriegsende als verschollen. Vereinzelt ist der davon auch der vorliegende Bestand betroffen. Weitere Lücken entstanden durch in den Jahren 1972 bis 1974 in größerem Umfang durchgeführte Kassationen.
Enthaltene Urkunden: 277
Enthaltene Karten: 780
Bestandsinformationen: Nach der anhaltischen Landesteilung von 1603/06 entwickelten sich in den neu gebildeten Teilfürstentümern Bernburg, Dessau, Köthen und Zerbst in den jeweiligen Residenzen eigene Archive.
In Dessau wurde im Schloss ein "Geheimes Archiv" eingerichtet, das noch benötigte Akten aus dem bisherigen Anhaltischen Gesamtarchiv, Korrespondenzen und privates Schriftgut der Linie Anhalt-Dessau sowie der Hof- und Landesbehörden des Dessauer Landesteils aufnahm.
Nach dem Aussterben der Linien Zerbst, Köthen und Bernburg kam es 1863 zur Vereinigung des Landes zu einem Herzogtum. In den Jahren 1872 bis 1875 wurden dann die Archivalien der anhaltischen Fürsten-/Herzogtümer im Schloss Zerbst zum "Anhaltischen Haus- und Staatsarchiv" zusammengeführt, die in ihrer Gesamtheit als eigene Bestände - die so genannten "Abteilungen" Dessau, Köthen und Bernburg - erhalten blieben, jedoch unabhängig von ihrer Provenienz in ein einheitliches Sachschema gegliedert worden sind.
In die "Abteilungen" gingen in etwa aus dem Zeitraum 1606 bis zum Verwaltungseinschnitt nach der Revolution von 1848 in Anhalt , z.T. auch darüber hinaus, u.a. ein: die Akten der obersten und oberen Landesbehörden, der Ämter/Justizämter und Stadtgerichte sowie von Spezialbehörden. Für einige dieser Behörden sind auch Provenienzbestände überliefert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden aus Sicherheitsgründen zahlreiche Bestände des Anhaltischen Staatsarchivs Zerbst, darunter auch die Archivalien der Abteilung Dessau, an andere Orte ausgelagert. Eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Akten ist verloren gegangen bzw. gilt seit Kriegsende als verschollen. Vereinzelt ist der davon auch der vorliegende Bestand betroffen. Weitere Lücken entstanden durch in den Jahren 1972 bis 1974 in größerem Umfang durchgeführte Kassationen.
Enthaltene Urkunden: 277
Enthaltene Karten: 780
Laufmeter: 408.2
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ