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Dietrich (Diether) [I.], Graf von Isenburg und Herr von Büdingen,
bekundet, dass ihn Hermann [von Buchenau], Abt von Fulda, mit den
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1441-1450
1443 September 14
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Wormacie anno Domini M° CCCC° XLIII° ipsa die exaltacionis sanctae Crucis
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Dietrich (Diether) [I.], Graf von Isenburg und Herr von Büdingen, bekundet, dass ihn Hermann [von Buchenau], Abt von Fulda, mit den falkensteinschen Lehen, die vom Kloster Fulda und den Eltern seiner Ehefrau [Elisabeth von Solms] auf ihn übergegangen sind, belehnt und er dafür dem Abt und dem Kloster Fulda Treue gelobt hat. Es sind ihm folgende Besitzungen zu Lehen gegeben worden: Burg [Hayn] und Stadt Hain [Dreieichenhain] (in der Drye Eiche), der Lichtforst bei dem Hain, Äcker, Wiesen und Wälder mit ihrem Zubehör, der Hof in (Haselbach) mit seinem Zubehör und mit der Vogtei, die Höfe in Assenheim [Stadtteil von Niddatal] mit ihrem Zubehör, die Hälfte der Burg Dorfelden (Dorffelden), acht Morgen Äcker vor der Burg, das halbe Teil an Wald und Gewässern, die halbe Mühle, das halbe Gericht und die halbe Lehnschaft der geistlichen Lehen [Patronatsrecht], drei Morgen Land in Rendel (Rendole) [Stadt Karben, Wetteraukr.], zwei Äcker Weingärten bei dem Dorf Wachenbuchen (Niddernwachenbuchen), vier Morgen und zwei Äcker in Bruchköbel, anderthalb Morgen in (Hanauwe) [Hanau?], vier Morgen und die Hälfte der dortigen Wälder, fünf Achtel Roggen (korn) in Ravolzhausen (Rabeldeshusen), viereinhalb Schilling von Kesselstadt [Stadt Hanau], zwei Achtel Roggen in Lützelbuchen (Cleynenbuchen) [wüst, zwischen Mittelbuchen und Marköbel], sieben kleine Schilling in Hochstadt (Honstadt), zwei Äcker Weingärten bei Dorfelden (Dorffelden), zwei Äcker Weingärten sowie 90 Malter Roggen von den Gütern in Büdesheim (Budißheim) [Gem. Schöneck, Main-Kinzig-Kr.]. Ausstellungsort: Worms. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Graf Dietrich von Isenburg in Büdingen
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Nr. 1210
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Schannat, Fuldischer Lehn-Hof, Nr. 87 [Teildruck]
Auf der Plica: (Item Birsensten [Birstein] cum suis attinentiis Item II floreni feodi castrumque).
Bei Graf Dietrichs Ehefrau dürfte es sich um Elisabeth von Solms handeln, da durch sie das Falkensteiner Erbe auf das Haus Isenburg-Büdingen überging.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.