Kläger: Paul Wichmann Steckelmann, Kaufmann in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Isaac de Lemos (junior), Jude in Hamburg (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis; Streit um die Erfüllung und die Gültigkeit eines Vertrages über den Verkauf eines Erbes am Neuenwall durch den Kläger an den Beklagten; Hinweis des Beklagten auf den Vertrag der Stadt Hamburg mit den portugiesischen Juden 1650 und auf den Rat- und Bürgerschluss von 1697 über die Rechte der portugiesischen Juden
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Kläger: Paul Wichmann Steckelmann, Kaufmann in Hamburg (Kläger).- Beklagter: Isaac de Lemos (junior), Jude in Hamburg (Beklagter).- Streitgegenstand: Appellationis; Streit um die Erfüllung und die Gültigkeit eines Vertrages über den Verkauf eines Erbes am Neuenwall durch den Kläger an den Beklagten; Hinweis des Beklagten auf den Vertrag der Stadt Hamburg mit den portugiesischen Juden 1650 und auf den Rat- und Bürgerschluss von 1697 über die Rechte der portugiesischen Juden
211-2_S 77
S 4793
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> S
1757-1764
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Caesar Scheurer. Dr. Georg Melchior Hofmann.- Instanzen: 1. Obergericht 1759-1760. 2. Reichskammergericht 1761-1764.- Darin: "Hauer-Contract" über die Vermietung eines Hauses am Neuenwall durch den Kläger an den Notar Johann Friedrich Flemmich 1757; Makler-Zettel über den Verkauf eines Erbes am Neuenwall durch den Kläger an den Beklagten und Proteste beider Parteien wegen Nichterfüllung des Kaufvertrages 1758; Aktenstücke aus dem Prozess des August Wilhelm Schwalbe gegen den Kläger 1758 vor dem Rat wegen des Wohnrechts von Juden (passim).
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11344 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ