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Georg (Jorg) von Haun (Huene) bekundet für sich und seine Erben,
dass er für seinen Lebensunterhalt (notturft) mit Zustimmung seines
Sohnes Philip...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1491-1500
1500 Oktober 14
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (beide beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist uff Mitwochen nach Dyonisii anno Domini M° quingentesimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Georg (Jorg) von Haun (Huene) bekundet für sich und seine Erben, dass er für seinen Lebensunterhalt (notturft) mit Zustimmung seines Sohnes Philipp von Haun an Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, dauerhaft seinen Anteil an Burg, Stadt und Tal von Burghaun (Huene) mit allem Zubehör verkauft hat. Dieser Anteil ist von Georgs verstorbenem Bruder Wilhelm von Haun auf dessen Tochter übergegangen. Von ihr hat Georg diesen Besitz käuflich erworben. Georg verkauft alles, was in dem Register zum Kaufvertrag aufgelistet ist, unabhängig davon, ob es verpfändet ist oder nicht. Ausgenommen sind lediglich der Anteil des verstorbenen Wilhelm an der Wüstung Schletzenrod (Sletzenrode) und die Besitzungen in Stadtlengsfeld (Lengsfelt), die Hersfelder Lehen sind. Diese Besitzungen behält Georg weiterhin. In einem Kaufvertrag wird auch vereinbart, dass Johann für Georg an Erasmus (Rasmus) und Heinrich von Baumbach und deren Schwiegermutter Elisabeth (Else) 787 Gulden übergibt. Den restlichen Betrag von der Gesamtkaufsumme von 1900 rheinischen Gulden erhält Georg. Obwohl Georg wegen anderer Angelegenheiten, die den Verkauf betreffen, das Register noch nicht fertiggestellt hat, bestätigt er den skizzierten Verkauf. Sobald der Abt aus Kassel zurückgekommen ist und mit ihm Albrecht von Trümbach (Trubenbach) mit dem Verzeichnis, will Georg das Register vollenden. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Kaufurkunde zugunsten des Klosters verändert werden muss, soll dies, abgesehen vom eigentlichen Rechtsgeschäft, nicht zu Lasten Georgs gehen. Georg und Philipp werden dem nicht entgegenwirken und versichern dem Abt die Dauerhaftigkeit ihres Verkaufs. Abt Johann wird das Geld der von Baumbach nicht veruntreuen (wege und willen zuemachen). Unter diesen Bedingungen verkauft Georg seinen Anteil an Burghaun mit den Bewohnern. Philipp von Haun bekundet seine Zustimmung zu diesem Rechtsgeschäft. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1500 Okt....
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg von Haun, Philipp von Haun
Vgl. hierzu auch Nr. 1319, 1325, 1336 und 1337.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.