Nachlass Wilhelm Krämer (Ludwigsburger Schlossfestspiele) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 735
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nachlässe (ohne Deposita)
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält die Zugänge 2015/154 (Ankauf Antiquariat Heckenhauer, Tübingen) und 2016/009 (Schenkung Sebastian Bollacher, Ludwigsburg) mit Unterlagen zur Mozartgemeinde Ludwigsburg, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen seit ihrer Gründungszeit sowie Nachlässe von Wilhelm Krämer (28.11.1894 - 08.12.1971) und Hans-Joachim Krämer (26.04.1929 - 24.04.2015)
Zum Bestand: Der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer (Ludwigsburger Schlossfestspiele) enthält die Zugänge 2015/154 (Ankauf Antiquariat Heckenhauer, Tübingen) und 2016/009 (Schenkung Sebastian Bollacher, Ludwigsburg) mit Unterlagen zur Mozartgemeinde Ludwigsburg und den Ludwigsburger Schlossfestspielen seit ihrer Gründungszeit sowie Nachlässe von Wilhelm Krämer (28.11.1894 - 08.12.1971) und Hans-Joachim Krämer (26.04.1929 - 24.04.2015). Die Überlieferung bietet Einblick in die Entstehung der Mozartgemeinde Ludwigsburg 1931 (Kapitel 1.1) und der Ludwigsburger Schlosskonzerte ab 1933, Keimzelle der heutigen Internationalen Festspiele Baden-Württemberg und wichtiger Teil der kulturellen Entwicklung Ludwigsburgs im 20. Jahrhundert (Kapitel 1.2). Ausgangspunkt war die Idee, die Zeit und Musik des Ludwigsburger Herzogshofes an historischem Ort wieder zu beleben, wozu Wilhelm Krämers persönliche Mozart-Verehrung ebenso wie auch der Fund der von Christian Friedrich Daniel Schubart in der Asperger Festungszeit geschaffenen Liedersammlung beitrug (vgl. Büschel 91). Zur Geschichte der Ludwigsburger Schlossfestspiele sei verwiesen auf Matthias Sträßner: "Die Ludwigsburger Schloßfestspiele. Ein Panorama in Porträts und Programmen 1933-1987", DVA, Stuttgart 1987, ISBN 3-421-06365-6. Kapitel 1.3 verzeichnet Material zum Wesen und Wirken des Lehrers, Musikers, Schubartforschers, Mozartfreundes, Konzert-Organisators und Freimaurer- Logenbruders Wilhelm Krämer. Zum 114. Geburtstag Wilhelm Krämers hielt der Logensekretär Otto Thumm in der Freimaurerloge Johannes zum wiedererbauten Tempel in Ludwigsburg, deren Mitglied Wilhelm Krämer 1926 wurde, einen Vortrag mit dem Titel "Wilhelm Krämer - Ein Lebensbild". Das in Absprache mit Hans Joachim Krämer entstandene Manuskript beschreibt ausführlich den Lebensweg Wilhelm Krämers (Büschel 92). Bis Oktober 1971 hatte Wilhelm Krämer die Leitung der Ludwigsburger Festspiele inne. Er verstarb völlig überraschend wenige Wochen später im Dezember desselben Jahres. Seine Nachfolge trat Wolfgang Gönnenwein an, der in früheren Spielzeiten bereits an Konzerten beteiligt gewesen war. Die im Jahr 1956 krankheitsbedingt endende schulische Lehrtätigkeit Wilhelm Krämers, zuletzt lange Jahre am Goethe-Gymnasium für Mädchen in Ludwigsburg, dokumentiert die im Bestand E 203 I Ministerialabteilung für die höheren Schulen: Personalakten von Lehrern E 203 I als Büschel 2953 verwahrte Lehrer-Personalakte. Kapitel 1.4 enthält Unterlagen aus der Kindheit und Schulzeit des Altphilologen (Tübinger Platonschule) und Philosophen (Integrative Ethik) Hans Joachim Krämer, einziger Sohn Wilhelm Krämers und seiner Ehefrau Fanny geb. Kellenbenz (1896-1968) sowie spätere Korrespondenz u. a. zur erst 1975 verwirklichten Publikation der Schubart'schen Liedersammlung und zur Biographie des Vaters. Beide Zugänge enthielten neben der schriftlichen Überlieferung auch die in Kapitel 2 erschlossenen Fotos. Zur Schenkung Sebastian Bollacher zählen auch diverse Ehren-Medaillen Wilhelm Krämers und eine Erinnerungs-Medaille zur Taufe seines Sohnes Hans Joachim (alle in Kapitel 3 ) und eine vom SWR am 6.11.2008 anhand historischer Tondokumente gefertigte Musikkassette "6 Schubart-Lieder", mit Margot Mangold (Sopran) und Wilhelm Krämer (Klavier) in Kapitel 4. Der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer (Ludwigsburger Schlossfestspiele) umfasst derzeit 180 Archivalieneinheiten. Er wurde zu Beginn des Jahres 2016 durch die Unterzeichnete erschlossen. Ludwigsburg, im März 2016 Regina Schneider Nachtrag Durch eine Nachlieferung der Firma Heckenhauer, Tübingen (Zugang 2016/131) konnte der Bestand um interessante Teile ergänzt werden: u. a. eine Komplettkopie der Liedersammlung der Philippine Frey (Büschel 182), einige der von Wilhelm Krämer geschaffenen Klavierbegleitungen zu einzelnen Liedern der Handschrift und Notenmaterial zu Werken von Brescianello und Jommelli. Auch zwei weitere Tonträger wurden übernommen. Hinzu kam die anonyme Schenkung eines Blocks mit frühen Zeichnungen des Sohnes Hans Joachim Krämer (Büschel 181). Zum jetzigen Zeitpunkt besteht der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer aus 216 Archivalieneinheiten. Ludwigsburg, im März 2017 Regina Schneider
Literatur: Matthias Sträßner: "Die Ludwigsburger Schloßfestspiele. Ein Panorama in Porträts und Programmen 1933-1987", DVA, Stuttgart 1987, ISBN 3-421-06365-6.
Der Bestand enthält die Zugänge 2015/154 (Ankauf Antiquariat Heckenhauer, Tübingen) und 2016/009 (Schenkung Sebastian Bollacher, Ludwigsburg) mit Unterlagen zur Mozartgemeinde Ludwigsburg, zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen seit ihrer Gründungszeit sowie Nachlässe von Wilhelm Krämer (28.11.1894 - 08.12.1971) und Hans-Joachim Krämer (26.04.1929 - 24.04.2015)
Zum Bestand: Der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer (Ludwigsburger Schlossfestspiele) enthält die Zugänge 2015/154 (Ankauf Antiquariat Heckenhauer, Tübingen) und 2016/009 (Schenkung Sebastian Bollacher, Ludwigsburg) mit Unterlagen zur Mozartgemeinde Ludwigsburg und den Ludwigsburger Schlossfestspielen seit ihrer Gründungszeit sowie Nachlässe von Wilhelm Krämer (28.11.1894 - 08.12.1971) und Hans-Joachim Krämer (26.04.1929 - 24.04.2015). Die Überlieferung bietet Einblick in die Entstehung der Mozartgemeinde Ludwigsburg 1931 (Kapitel 1.1) und der Ludwigsburger Schlosskonzerte ab 1933, Keimzelle der heutigen Internationalen Festspiele Baden-Württemberg und wichtiger Teil der kulturellen Entwicklung Ludwigsburgs im 20. Jahrhundert (Kapitel 1.2). Ausgangspunkt war die Idee, die Zeit und Musik des Ludwigsburger Herzogshofes an historischem Ort wieder zu beleben, wozu Wilhelm Krämers persönliche Mozart-Verehrung ebenso wie auch der Fund der von Christian Friedrich Daniel Schubart in der Asperger Festungszeit geschaffenen Liedersammlung beitrug (vgl. Büschel 91). Zur Geschichte der Ludwigsburger Schlossfestspiele sei verwiesen auf Matthias Sträßner: "Die Ludwigsburger Schloßfestspiele. Ein Panorama in Porträts und Programmen 1933-1987", DVA, Stuttgart 1987, ISBN 3-421-06365-6. Kapitel 1.3 verzeichnet Material zum Wesen und Wirken des Lehrers, Musikers, Schubartforschers, Mozartfreundes, Konzert-Organisators und Freimaurer- Logenbruders Wilhelm Krämer. Zum 114. Geburtstag Wilhelm Krämers hielt der Logensekretär Otto Thumm in der Freimaurerloge Johannes zum wiedererbauten Tempel in Ludwigsburg, deren Mitglied Wilhelm Krämer 1926 wurde, einen Vortrag mit dem Titel "Wilhelm Krämer - Ein Lebensbild". Das in Absprache mit Hans Joachim Krämer entstandene Manuskript beschreibt ausführlich den Lebensweg Wilhelm Krämers (Büschel 92). Bis Oktober 1971 hatte Wilhelm Krämer die Leitung der Ludwigsburger Festspiele inne. Er verstarb völlig überraschend wenige Wochen später im Dezember desselben Jahres. Seine Nachfolge trat Wolfgang Gönnenwein an, der in früheren Spielzeiten bereits an Konzerten beteiligt gewesen war. Die im Jahr 1956 krankheitsbedingt endende schulische Lehrtätigkeit Wilhelm Krämers, zuletzt lange Jahre am Goethe-Gymnasium für Mädchen in Ludwigsburg, dokumentiert die im Bestand E 203 I Ministerialabteilung für die höheren Schulen: Personalakten von Lehrern E 203 I als Büschel 2953 verwahrte Lehrer-Personalakte. Kapitel 1.4 enthält Unterlagen aus der Kindheit und Schulzeit des Altphilologen (Tübinger Platonschule) und Philosophen (Integrative Ethik) Hans Joachim Krämer, einziger Sohn Wilhelm Krämers und seiner Ehefrau Fanny geb. Kellenbenz (1896-1968) sowie spätere Korrespondenz u. a. zur erst 1975 verwirklichten Publikation der Schubart'schen Liedersammlung und zur Biographie des Vaters. Beide Zugänge enthielten neben der schriftlichen Überlieferung auch die in Kapitel 2 erschlossenen Fotos. Zur Schenkung Sebastian Bollacher zählen auch diverse Ehren-Medaillen Wilhelm Krämers und eine Erinnerungs-Medaille zur Taufe seines Sohnes Hans Joachim (alle in Kapitel 3 ) und eine vom SWR am 6.11.2008 anhand historischer Tondokumente gefertigte Musikkassette "6 Schubart-Lieder", mit Margot Mangold (Sopran) und Wilhelm Krämer (Klavier) in Kapitel 4. Der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer (Ludwigsburger Schlossfestspiele) umfasst derzeit 180 Archivalieneinheiten. Er wurde zu Beginn des Jahres 2016 durch die Unterzeichnete erschlossen. Ludwigsburg, im März 2016 Regina Schneider Nachtrag Durch eine Nachlieferung der Firma Heckenhauer, Tübingen (Zugang 2016/131) konnte der Bestand um interessante Teile ergänzt werden: u. a. eine Komplettkopie der Liedersammlung der Philippine Frey (Büschel 182), einige der von Wilhelm Krämer geschaffenen Klavierbegleitungen zu einzelnen Liedern der Handschrift und Notenmaterial zu Werken von Brescianello und Jommelli. Auch zwei weitere Tonträger wurden übernommen. Hinzu kam die anonyme Schenkung eines Blocks mit frühen Zeichnungen des Sohnes Hans Joachim Krämer (Büschel 181). Zum jetzigen Zeitpunkt besteht der Bestand PL 735 Nachlass Wilhelm Krämer aus 216 Archivalieneinheiten. Ludwigsburg, im März 2017 Regina Schneider
Literatur: Matthias Sträßner: "Die Ludwigsburger Schloßfestspiele. Ein Panorama in Porträts und Programmen 1933-1987", DVA, Stuttgart 1987, ISBN 3-421-06365-6.
216 Archivalieneinheiten
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ