Amt Jerichow (Bestand)
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Da 36 (Benutzungsort: Magdeburg)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) >> 01.01. Erzstift/Herzogtum Magdeburg >> 01.01.03. Akten >> 01.01.03.02. Lokale Verwaltungs- und Gerichtsbehörden >> 01.01.03.02.01. Ämter
1574 - 1868
Findhilfsmittel: Findbuch ca. 1954. Neues Findbuch 2015 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Das alte, mehrfach verpfändete Amt Jerichow wurde vor 1642 mit dem Besitz des aufgelösten Klosters Jerichow vereinigt. Die Verwaltung der beiden Teile bestand aber noch im 17. Jahrhundert fort.
1785 umfasste das Amt außer dem Amtsvorwerk/Amtshof in Jerichow noch die Dörfer Briest, Kabelitz, Groß Mangelsdorf mit Vorwerk, Groß- und Kleinwulkow, Heydebleck, Klietznick mit Vorwerk, Rehberg und Steinitz sowie die Vorwerke Galm, Havemark und Trüben. Außerdem gehörte das Zollhaus auf dem Kabelitzer Damm, welches seinen Sitz in Jerichow hatte, zum Amt.
Das Amtsvorwerk bestand aus einem alten Klostergebäude, welches als Amtshaus diente, aus verschiedenen Wirtschaftsgebäuden, einer Brauerei, Branntweinbrennerei, Melkerei, aus verschiedenen Wohnungen für den Verwalter, Molkenpächter und Gerichtsdiener, ferner aus fünf aneinander liegenden Wohnungen für die Amtshirten und vier Familienwohnungen für Tagelöhner. Ebenso zum Amtsvorwerk gehörten die Amtsziegelei und Wohnung für den Ziegelmeister, nebst dreien bei der Stadt gelegenen Windmühlen, welche einen jährlichen Getreidezins an das Amt zu entrichten hatten.
An Ländereien umfasste das Amtsvorwerk im Jahr 1785 2172 1/2 Morgen Acker, 860 Morgen Wiesen an der Elbe, 20 Morgen Gärten und den sog. Heideblock von 1/2 Morgen. Der zum Amt gehörige königliche Forst umfasste zu dieser Zeit 2745 Morgen und stand unter der Aufsicht eines Försters zu Jerichow. Der Forst lag in ganz verschiedenen Revieren, die das Jerichowsche, das Klietznicker und Heydeblecker Revier, der Amtstrüben, das Ferchlandsche, Derbensche, Havemarksche, Galmsche, Molkenbergsche und Rehbergsche Revier hießen.
Bestandsinformationen: 1954 wurde der Bestand verzeichnet und ein erstes Findbuch erstellt.
2007 wurden die Verzeichungsinformationen des Bestandes in eine Access-Datei retrokonvertiert, die im November 2014 in das vorliegende Archivinformationssystem überführt werden konnte.
Im Dezember 2014 erfolgten eine Überarbeitung zahlreicher Aktentitel, eine Anpassung der Gliederung und eine Erweiterung der Registraturbildnergeschichte.
Zahlreiche Archivalien des Bestandes bedürfen einer restauratorischen Behandlung und stehen deshalb nicht für die Benutzung zur Verfügung. Hierauf verweist der Zusatz "ZRW" (Zentrale Restaurierungswerkstatt) hinter der jeweiligen Archivaliensignatur.
Zusatzinformationen: Hinweise zur Literatur:
Heinecccius, Johann Ludwig von.: Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld, magdeburgischen Antheils, Berlin 1785, S. 274.
Registraturbildner: Das alte, mehrfach verpfändete Amt Jerichow wurde vor 1642 mit dem Besitz des aufgelösten Klosters Jerichow vereinigt. Die Verwaltung der beiden Teile bestand aber noch im 17. Jahrhundert fort.
1785 umfasste das Amt außer dem Amtsvorwerk/Amtshof in Jerichow noch die Dörfer Briest, Kabelitz, Groß Mangelsdorf mit Vorwerk, Groß- und Kleinwulkow, Heydebleck, Klietznick mit Vorwerk, Rehberg und Steinitz sowie die Vorwerke Galm, Havemark und Trüben. Außerdem gehörte das Zollhaus auf dem Kabelitzer Damm, welches seinen Sitz in Jerichow hatte, zum Amt.
Das Amtsvorwerk bestand aus einem alten Klostergebäude, welches als Amtshaus diente, aus verschiedenen Wirtschaftsgebäuden, einer Brauerei, Branntweinbrennerei, Melkerei, aus verschiedenen Wohnungen für den Verwalter, Molkenpächter und Gerichtsdiener, ferner aus fünf aneinander liegenden Wohnungen für die Amtshirten und vier Familienwohnungen für Tagelöhner. Ebenso zum Amtsvorwerk gehörten die Amtsziegelei und Wohnung für den Ziegelmeister, nebst dreien bei der Stadt gelegenen Windmühlen, welche einen jährlichen Getreidezins an das Amt zu entrichten hatten.
An Ländereien umfasste das Amtsvorwerk im Jahr 1785 2172 1/2 Morgen Acker, 860 Morgen Wiesen an der Elbe, 20 Morgen Gärten und den sog. Heideblock von 1/2 Morgen. Der zum Amt gehörige königliche Forst umfasste zu dieser Zeit 2745 Morgen und stand unter der Aufsicht eines Försters zu Jerichow. Der Forst lag in ganz verschiedenen Revieren, die das Jerichowsche, das Klietznicker und Heydeblecker Revier, der Amtstrüben, das Ferchlandsche, Derbensche, Havemarksche, Galmsche, Molkenbergsche und Rehbergsche Revier hießen.
Bestandsinformationen: 1954 wurde der Bestand verzeichnet und ein erstes Findbuch erstellt.
2007 wurden die Verzeichungsinformationen des Bestandes in eine Access-Datei retrokonvertiert, die im November 2014 in das vorliegende Archivinformationssystem überführt werden konnte.
Im Dezember 2014 erfolgten eine Überarbeitung zahlreicher Aktentitel, eine Anpassung der Gliederung und eine Erweiterung der Registraturbildnergeschichte.
Zahlreiche Archivalien des Bestandes bedürfen einer restauratorischen Behandlung und stehen deshalb nicht für die Benutzung zur Verfügung. Hierauf verweist der Zusatz "ZRW" (Zentrale Restaurierungswerkstatt) hinter der jeweiligen Archivaliensignatur.
Zusatzinformationen: Hinweise zur Literatur:
Heinecccius, Johann Ludwig von.: Ausführliche topographische Beschreibung des Herzogthums Magdeburg und der Grafschaft Mansfeld, magdeburgischen Antheils, Berlin 1785, S. 274.
Laufmeter: 6.3
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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