A: Bischof Georg von Bamberg. E: Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz. Betreff: Schreiben wegen der Arrestierung etlicher Zinsen, Gülten und anderem des Klosters Michelfeld. Hinweis, dass das Kloster Michelfeld dem Hochstift Bamberg "mit aller geistlichen und weltlichen Obrigkeit zugehörig" und von Bischof Otto I. von Bamberg auf Grund und Boden des Hochstifts Bamberg erbaut worden sei, dann Hinweis auf eine zwischen Bischof Weigand von Bamberg einerseits und Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz und Pfalzgraf Friedrich II. andererseits wegen nachbarlicher Gebrechen bezüglich der Klöster Weißenohe und Michelfeld in Dillingen gehaltene gütliche Tagsatzung vor Bischof Christoph von Augsburg. Auch trügen die Äbte zu Michelfeld das Kloster mit seinen zugehörigen Temporalien und weltlichen Gütern vom Hochstift Bamberg zu Lehen, so wie es auch der jetzige Prälat vom verstorbenen Vorgänger von A empfangen habe. A habe Pfalzgraf Wolfgang, gewesenem Statthalter in der Oberpfalz, eine Kopie dieser Verleihung überschickt. Es sei auch altes Herkommen und eine Gerechtigleit des Hochstifts Bamberg, dass die Äbte des Klosters Michelfeld bei Antritt ihrer Regierung die Schlüssel zu den Toren, Kästen, Kellern und Küchen des Klosters den Bischöfen von Bamberg als ihren rechten Erbherren im Geistlichen und Weltlichen überantworten. Auch hätten die Äbte des Klosters Michelfeld dem Hochstift Bamberg nach ihrem Vermögen gefront und gesteuert und sich wie andere Prälaten und Untertanen des Hochstifts gehorsam gehalten. Aufgrund alles dessen Bitte des Bischofs an den Kurfürsten, sich des Prälaten zu Michelfeld gegen ihn und das Hochstift nicht "anzunehmen", sondern ihn vielmehr "von seinem Ungehorsam zu billigem und schuldigem Gehorsam [zu] weisen".