30) Nachricht der in Stuttgart befindlichen Regenten und Räte an den Statthalter: Die in Öhringen gelegenen Aufrührer hatten ursprünglich die Absicht, in das Würzburgische zu ziehen. Der Bischof von Würzburg, der Markgraf von Brandenburg, die Pfalz und Baden hätten sich ihnen allerdings zu Ross und Fuß entgegengestellt. Daraufhin sind die Empörer ins Württembergische eingebrochen, weil sie wohl davon ausgehen, dass ihnen hier mit keinem sonderlichen Widerstand begegnet wird. Die Stuttgarter Regenten und Räte haben nun mit Zustimmung des Grafen von Helfenstein und des Dietrich Weilers entschlossen, auf das Nötigste etwa ein paar tausend Fußknechte aufzubringen und in Sold zu nehmen, da sie aus mehreren angeführten Gründen, eine Auswahl anzuordnen, nicht für ratsam fanden. Sie hätten zu dieser Mannschaft vorläufig den Grafen von Helfenstein als obersten Hauptmann erwählt und sind der Hoffnung, hierdurch diesen Bauernhaufen wieder zurücktreiben und den größeren Abfall des Unterlands verhüten zu können. Sie lassen zu dieser Werbung in den unteren Städten des Landes umschlagen. Der Statthalter möchte dies auch sogleich in dem Oberland befehlen. Diejenigen Männer, welche den Dienst nehmen wollen, sollen sich sogleich in Stuttgart einfinden, 13. April 1525
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30) Nachricht der in Stuttgart befindlichen Regenten und Räte an den Statthalter: Die in Öhringen gelegenen Aufrührer hatten ursprünglich die Absicht, in das Würzburgische zu ziehen. Der Bischof von Würzburg, der Markgraf von Brandenburg, die Pfalz und Baden hätten sich ihnen allerdings zu Ross und Fuß entgegengestellt. Daraufhin sind die Empörer ins Württembergische eingebrochen, weil sie wohl davon ausgehen, dass ihnen hier mit keinem sonderlichen Widerstand begegnet wird. Die Stuttgarter Regenten und Räte haben nun mit Zustimmung des Grafen von Helfenstein und des Dietrich Weilers entschlossen, auf das Nötigste etwa ein paar tausend Fußknechte aufzubringen und in Sold zu nehmen, da sie aus mehreren angeführten Gründen, eine Auswahl anzuordnen, nicht für ratsam fanden. Sie hätten zu dieser Mannschaft vorläufig den Grafen von Helfenstein als obersten Hauptmann erwählt und sind der Hoffnung, hierdurch diesen Bauernhaufen wieder zurücktreiben und den größeren Abfall des Unterlands verhüten zu können. Sie lassen zu dieser Werbung in den unteren Städten des Landes umschlagen. Der Statthalter möchte dies auch sogleich in dem Oberland befehlen. Diejenigen Männer, welche den Dienst nehmen wollen, sollen sich sogleich in Stuttgart einfinden, 13. April 1525
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bü 15, 28
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bauernkrieg
Bauernkrieg >> 2. Akten >> 1. Österreichische Regierung in Württemberg >> 1.1. Österreichische Regierung in Württemberg >> Unterschiedlichste Schriftwechsel
30. September 1524-13. November 1525
Dokument
Brandenburg, Markgraf von
Truchsess, Wilhelm = Wilhelm der Ältere von Waldburg-Trauchburg; Statthalter
Baden
Oberland
Öhringen KÜN
Pfalz
Unterland (Württemberg)
Württemberg
Würzburg WÜ
Unterschiedlichste Schriftwechsel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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