II,4 Josef Kardinal Frings, Erzbischof von Köln
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9501, Ohne Signatur
A005
9501 Widerstand und Verfolgung
Widerstand und Verfolgung >> 01.02. Bischöfe
ohne Datum
Enthält: (enthält einen von der Gestapo angeforderten Bericht des Oberbürgermeisters der Stadt Neuß, Dr. Tödtann, über die Neußer Familie Frings, insbesondere deren Sohn Dr. Josef Frings, vom 18. 3. 1942, mehrere aus der Zeit zwischen dem 26. 3. und 7. 5. 1942 stammende Berichte von SS- und Gestapostellen, auch Recherchen von "Verbindungsmännern", über den als Nachfolger des verstorbenen Kardinals Schulte vorgesehenen Dr. Josef Frings, weitere Berichte der Gestapo vom 26. 6. 1942 über die Konsekration des neuen Erzbischofs im Kölner Dom und dessen erste Auftritte in Essen, Düsseldorf, Oberhausen, Köln und Solingen zwischen Juli und November 1942, ferner Vom August 1942 durch einen NS-Verbindungsmann weitergeleitete Äußerungen des Pfarrers Dr. Grosche über den neuen Erzbischof, zwei Berichte der Gestapo vom 5. 9. und 2. 10. 1942 über die von Frings zu erwartende Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Staat, den ersten Hirtenbrief (des neuen Erzbischofs vom 12. 12. 1942, den Bericht eines SS-Hauptsturmführers vom 9. 4. 1943 über die Aufnahme des neuen Erzbischofs in Klerus der Diözese, im Domkapitel und im Kreis der westdeutschen Bischöfe, einen weiteren Bericht desselben SS-Hauptsturmführers vom 29. 4. 1943 über das Verhalten von Erzbischof Frings zum nationalsozialistischen Staat, ein "Oberhirtliches Mahnwort" des Erzbischofs vom 19. 3. 1943 an die Eltern zur christlichen Erziehung ihrer Kinder, ein vom 1. 5. 1943 datierendes Rundschreiben des Erzbischofs an den Pfarrklerus, das der Gestapo in die Hände gespielt wurde, den Text einer am 22. 9. 1943 in Remscheid gehaltenen Bischofspredigt, den Briefwechsel von Frings mit Bischof Wienken aus Berlin und Gauleiter Grohe anlässlich der Verhaftung prominenter Katholiken aus Köln vom 31. 8. - 13. 9. 1944, dabei das Protokoll über eine Vorsprache des Gestapohauptmanns Voltis auf dem Generalvikariat vom 20. 10. 1944, den Hirtenbrief zum Abschluss des Zweiten Weltkriegs vom 27. 5. 1945 und den Hirtenbrief zur Wiedereröffnung der Schulen vom 15. 7. 1945, zuletzt Fotokopien der in der "Kölnischen Rundschau’’ veröffentlichten Artikelreihe aus dem Buch des Erzbischofs, betitelt "Für die Menschen bestellt")
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:15 MEZ