Klage des Gräfl. Bentheimschen Kanzlers Dr. Johan Pagenstecker ./. die Erben des Albert Stapelberg: a. Anna Stapelberg, Frau Hermann Nagel, b. Gertrud Nagels, Witwe Bernhard Stapelberg, c. Gertrud Stapelberg, Frau Wilhelm Wenneker (im Paderbornischen), d. Else Stapelberg, Witwe Hollerschlo. Es geht um einen vererbten Schuldschein.
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B-C Civ, 1354
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1642 - 1646
Enthält: Der Kläger hat i. J. 1623 für den Grafen Wolfgang Henrich von Isenburg und Büdingen, als dieser als Gefangener in Münster war, von den Erben des Freigrafen Johan Kerckering ein Darlehen von 200 Thalern aufgenommen, sich aber selbst in dem Schuldschein als Schuldner verpflichtet. Der Graf Isenburg hat später dem Albert Stapelberg Weine geliefert, dafür sollte dieser das Darlehn zurückzahlen. Der Schuldschein ist im Wege des Erbgangs an den Vetter des Klägers Andreas Pagenstecher gekommen; der Kläger verlangt nun, dass die Beklagten ihm den Schuldschein verschaffen und die Schuld bezahlen. Erwähnt werden Metta Pagenstecher im Kloster Hoffringe; Kaspar von Gamen, Richter in Lünen; Jobst Bernard Nielandt; die Notare Johan Heynck und Nicolas Brockhoff auf der Jüdefelderstraße.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:55 MEZ