Johann (Henne) von der Eich und seine Ehefrau Kusa (Ku/o/se) verkaufen an Hermann von der Ecken, Kanoniker des Stifts Aschaffenburg, einen Zins von 1 Mark. Der Zins gefällt von ihrem Haus bei dem Lindbrunnen (Lympborne) in Gelnhausen (Geylenh[usen]). Der Käufer hat ihnen dafür 22 Pfund und 6 Schilling Heller bezahlt. Die Verkäufer verpflichten sich daher, ihm den Zins künftig jedes Jahr am 11. November (vf sante Mirtins dag, so der winther ane get) zu entrichten. Sie haben ihm den Zins vor dem Schultheißen und den Schöffen am Gericht zu Gelnhausen übertragen. Dem Kanoniker steht bereits ein jährlicher Zins von 3 Mark von dem Haus zu. Ansonsten ist dieses aber mit keinen anderen Zinsen oder Abgaben belastet. Der Käufer hat den Verkäufern ein unbefristetes Rückkaufrecht an dem Zins eingeräumt.
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Johann (Henne) von der Eich und seine Ehefrau Kusa (Ku/o/se) verkaufen an Hermann von der Ecken, Kanoniker des Stifts Aschaffenburg, einen Zins von 1 Mark. Der Zins gefällt von ihrem Haus bei dem Lindbrunnen (Lympborne) in Gelnhausen (Geylenh[usen]). Der Käufer hat ihnen dafür 22 Pfund und 6 Schilling Heller bezahlt. Die Verkäufer verpflichten sich daher, ihm den Zins künftig jedes Jahr am 11. November (vf sante Mirtins dag, so der winther ane get) zu entrichten. Sie haben ihm den Zins vor dem Schultheißen und den Schöffen am Gericht zu Gelnhausen übertragen. Dem Kanoniker steht bereits ein jährlicher Zins von 3 Mark von dem Haus zu. Ansonsten ist dieses aber mit keinen anderen Zinsen oder Abgaben belastet. Der Käufer hat den Verkäufern ein unbefristetes Rückkaufrecht an dem Zins eingeräumt.
SSAA, StiftsA U 1884
StiftsA U Stiftsarchiv Urkunden
Stiftsarchiv Urkunden
1378 Dezember 11
Archivale
Edition / Literatur: Schöffler: Urkundenbuch (Nr. 507)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
27.03.2025, 11:34 MEZ