Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Die Vettern Giso (Geyse) und Johann von Haun sowie Elisabeth, die
Witwe des verstorbenen Wilhelm von Haun, bekunden, dass sich die von Haun
über e...
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1507 Mai 10
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheen uf Monntag nach vocem Iocunditatis anno Domini funfftzehundert [!] septimo.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Vettern Giso (Geyse) und Johann von Haun sowie Elisabeth, die Witwe des verstorbenen Wilhelm von Haun, bekunden, dass sich die von Haun über einige ihrer Erbgüter vertraglich geeinigt haben. Dies betrifft die lange Wiese vor Haun und einen Acker auf der Breite (Breyt), die ihre Eltern und Vorfahren an Dekan und Kapitel des Kollegiatstifts [zum Heiligen Kreuz] in Hünfeld für 120 rheinische Gulden verpfändet haben und das Hundsgütchen (Hundsgutgin [!]) vor Burghaun, das an den Pfarrer in Burghaun für 18 Gulden ebenfalls verpfändet worden ist. Beide Güter haben die von Haun mittlerweile zurückgekauft. Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, der von Georg (Jorg) und Philipp von Haun Anteile an der Burg Haun zu Erbkauf erworben hat, hat nun angekündigt, dass er die Hälfte der oben genannten Besitzungen (stucke) wieder zurückkaufen will. Die Aussteller bekunden, dass der Abt ihnen am heutigen Tag die Hälfte der Summe, 69 rheinische Gulden, bar bezahlt hat und quittieren den Erhalt des Geldes. Sie verzichten auf die Rechte an der Hälfte der Güter und fordern alle diejenigen [Personen], die ihnen bislang verpflichtet gewesen sind, auf, diese Pflichten jetzt dem Abt gegenüber zu erfüllen, so wie es in den darüber ausgestellten Urkunden und Verträgen geregelt ist. Siegelankündigung. Johann von Haun und Elisabeth (Els) haben Giso von Haun bevollmächtig, für sie und ihre Erben die Urkunde mit zu besiegeln. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Giso von Haun
Vgl. Nr. 1343.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.