Richarda, Witwe des Heintze Köth, ihre Söhne Eberhard und Werner und ihre Tochter Uda verkaufen Dekan, Kapitel und Vikaren des Stifts Dietkirchen zur Präsenz für 54 schwere Gulden, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß, die sie jährlich zwischen dem 15. August und 8. September trocken und gut auf eigene Gefahr und Kosten dem Präsenzmeister auf das Haus des Stifts zu Dietkirchen entrichten sollen. Sie setzen dafür zu Unterpfand ihren Hof zu Freiendiez bei der St. Margaretenkirche mit allem Zubehör an Äckern, Wiesen, Holz, Wasser und Freiheiten. Sie haben den Käufern Gülte und Unterpfand mit Halm und Mund zu Freiendiez am Gericht vor Schultheiß und Nachbaren des Dorfs aufgetragen, wie in der Grafschaft Diez und im Lande rechtsüblich, und verpflichten sich zur Währschaftsleistung auf Jahr und Tag. - Es siegeln der Aussteller Eberhard, Graf Gerhard von Diez sowie die Neffen der Aussteller, Heinrich von Nassau und Werner Köth.
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Richarda, Witwe des Heintze Köth, ihre Söhne Eberhard und Werner und ihre Tochter Uda verkaufen Dekan, Kapitel und Vikaren des Stifts Dietkirchen zur Präsenz für 54 schwere Gulden, die diese ihnen bezahlt haben, 3 Malter ewiger Korngülte Limburger Maß, die sie jährlich zwischen dem 15. August und 8. September trocken und gut auf eigene Gefahr und Kosten dem Präsenzmeister auf das Haus des Stifts zu Dietkirchen entrichten sollen. Sie setzen dafür zu Unterpfand ihren Hof zu Freiendiez bei der St. Margaretenkirche mit allem Zubehör an Äckern, Wiesen, Holz, Wasser und Freiheiten. Sie haben den Käufern Gülte und Unterpfand mit Halm und Mund zu Freiendiez am Gericht vor Schultheiß und Nachbaren des Dorfs aufgetragen, wie in der Grafschaft Diez und im Lande rechtsüblich, und verpflichten sich zur Währschaftsleistung auf Jahr und Tag. - Es siegeln der Aussteller Eberhard, Graf Gerhard von Diez sowie die Neffen der Aussteller, Heinrich von Nassau und Werner Köth.
19, U 75
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1376-1425
1379 Januar 31
Kopie, Papier (17. Jh.) nach der Ausfertigung mit vier Siegeln. - Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1378, feria secunda post conversionem beati Pauli apostoli secundum stilum Treverensem
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 128
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:10 MESZ
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