Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 0899
Wismar F 111b
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
(1757-1759) 09.04.1759-31.10.1759
Kläger: (2) Johann Friedrich Frick, Kaufmann zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Kammerherr von Lange zu Neukloster (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 09.04. und 22.05. um Frstverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 11.04. und 23.05., trägt Kl. am 02.07. seine Beschwerden gegen ein Urteil des Ratsgerichts vor. Bekl. hatte Anfang 1757 191 fette Schweine zum Verkauf nach Hamburg treiben lassen. Kl. bietet an, sie durch seinen Stiefsohn in Hamburg verkaufen zu lassen und macht Preisangebot, das sich nicht halten läßt, da Schweine statt 9 nur 7 Zentner wiegen. Da somit nur 1.157 Rtlr anstelle der offerierten 1.528 Rtlr erlöst werden können, fordert Bekl. Schadensersatz von Kl., der nur als Vermittler aufgetreten und nicht am Handel beteiligt ist. Da das Ratsgericht Kl. zum Schadensersatz verurteilt, appelliert Kl. an das Tribunal und bittet um Berichtigung des Urteils. Das Tribunal lehnt die Annahme des Falles am 15.09.1759 ab. Am 27.10. kündigt Kl. an, das beneficium novum narratorium ergreifen zu wollen und bittet um Fristverlängerung, die er am 30.10.1757 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1758-1759 2. Tribunal 1759
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 12.07.1758, 10.01.1759; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 13.01.1759; Empfangsquittung des Hinrich Salomon Christoph Froh vom 07.01.1757; Schreiben des Bekl. an Johann Christian Tede, Wirtschaftsverwalter zu Strameus vom 05.01.1757
Beklagter: Kammerherr von Lange zu Neukloster (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 09.04. und 22.05. um Frstverlängerung zum Einreichen seines Schriftsatzes und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 11.04. und 23.05., trägt Kl. am 02.07. seine Beschwerden gegen ein Urteil des Ratsgerichts vor. Bekl. hatte Anfang 1757 191 fette Schweine zum Verkauf nach Hamburg treiben lassen. Kl. bietet an, sie durch seinen Stiefsohn in Hamburg verkaufen zu lassen und macht Preisangebot, das sich nicht halten läßt, da Schweine statt 9 nur 7 Zentner wiegen. Da somit nur 1.157 Rtlr anstelle der offerierten 1.528 Rtlr erlöst werden können, fordert Bekl. Schadensersatz von Kl., der nur als Vermittler aufgetreten und nicht am Handel beteiligt ist. Da das Ratsgericht Kl. zum Schadensersatz verurteilt, appelliert Kl. an das Tribunal und bittet um Berichtigung des Urteils. Das Tribunal lehnt die Annahme des Falles am 15.09.1759 ab. Am 27.10. kündigt Kl. an, das beneficium novum narratorium ergreifen zu wollen und bittet um Fristverlängerung, die er am 30.10.1757 erhält. Weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1758-1759 2. Tribunal 1759
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 12.07.1758, 10.01.1759; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 13.01.1759; Empfangsquittung des Hinrich Salomon Christoph Froh vom 07.01.1757; Schreiben des Bekl. an Johann Christian Tede, Wirtschaftsverwalter zu Strameus vom 05.01.1757
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET