Superintendent Samuel Henrichs (Bestand)
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7NL 064
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 064 Superintendent Samuel Henrichs
Bestandsbeschreibung: Superintendent Samuel Henrichs Samuel Ludwig Henrichs (1899-1987) wirkte nach der Ordination 1924 zunächst als Seemannspastor in Rotterdam. 1927 kam er als Assistent des Direktors im Zentralausschuss für innere Mission nach Berlin-Dahlem, zugleich war er Reichswart der Schülerbibelkreise (B.K.). Sein erstes Pfarramt hatte er ab 1930 in Homberg inne, 1936 kam er dann an die Christuskirchengemeinde nach Düsseldorf-Oberbilk, an der er 31 Jahre lang wirkte. 1950 wurde er zum Superintendenten gewählt, nach der Aufteilung in drei Düsseldorfer Kirchenkreise 1964 zum Stadtsuperintendenten. Inhalt: Tagebuch Mai-Nov. 1925; Jahresbericht als B.K.-Wart 1928; Ev. Männerverein 1933-1935; Tätigkeit als Standortpfarrer 1939-1941; Predigten 1940-1950; Vortragsmanuskripte (auch von seinem Vater Missionsinspektor Ludwig Henrichs); Notizen zur Israelreise 1963. Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 H 236. Einleitung des Findbuchs (1) Samuel Ludwig Henrichs wurde am 05.08.1899 als Sohn des Predigers und späteren Missionsinspektors Ludwig Henrichs geboren. Im Hilfsdienst wirkte er 1923-1925 in Rotterdam als Seemannspastor, 1925-1926 als Assistent des Direktors des Centralausschusses für Innere Mission in Berlin, anschließend bis 1930 in Barmen als Reichswart der Bibelkreise. Seine erste Pfarrstelle hatte er in Homberg am Rhein 1930-1936 inne, bis 1967 amtierte er dann an der Christuskirche in Düsseldorf-Oberbilk. Von 1950 bis 1964 war Henrichs Superintendent des Kirchenkreises Düsseldorf, nach dessen Teilung bis 1967 des Kirchenkreises Düsseldorf-Ost und zugleich Stadtsuperintendent. 1940 bis 1945 war Henrichs Standortpfarrer im Nebenamt in Düsseldorf. Am 28.04.1987 ist er verstorben. Die Abgabe des Schriftgutes erfolgte etwa 1990. Die Archivalien dokumentieren nur einzelne Aspekte des Lebens und Wirkens Henrichs'. Interessant sind die Predigten der Jahre 1943-1950 und die Dokumente zur Wehrmachtsseelsorge 1940-1945. Provenienzfremde Archivalien sind die Referate des Vaters Ludwig Henrichs (Nr. 2) und über die kirchliche Männerarbeit in Düsseldorf-Oberbilk von Pfarrer Hermann Haarbeck (Nr. 4). Ulrich Dühr, 07.10.2004
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ