02.02.06. Baumersroda
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A 35 (Benutzungsort: Wernigerode) Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt
Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt >> 02 Spezialia >> 02.02. Orte und Güter mit B
Laufzeit: (1398) 1594 - 1884
Zusatzinformationen: Ritter- und Ältestengut Baumersroda (mit Lehnstücken in Gleina)
Besitzer des Ältestengut: Claus Wulffing zu Ebersrode (1398); Heinrich Wulffing (1415); Hans Ebhardt (mindestens ab 1579 bis † vor 1605); Peter Ebhardt (ab 1605 bis 1612);
dessen Sohn Hans Ebhardt (ab 1612 bis vor † 1626); dessen Tochter, die jedoch stirbt ebenfalls vor 1627; deren Mutter Justina, in 1. Ehe verheiratet mit Hans Ebhardt, in 2. Ehe verheiratet mit Moritz Kunath 1627 eben-falls verwitwet (ab 1627 bis ca. 1657); Erbengemeinschaft von deren Kindern 1. und 2. Ehe unter Federführung von Moritz Kunth (ab 1658 bis 1688); Johann Friedrich Böhme, früherer Pachtmann zu Gleina, kauft das Gut (ab 1688 bis 1709); Catharina Margaretha Elisabeth Berger geb. Pflüger, Ehefrau des Amtmanns Friedrich Heinrich Berger zu Freyburg, kauft das Gut (ab 1709 bis 1711); Johanna Sophia Meyer geb. Huth, Ehefrau des Amtmanns Johann Heinrich Meyer zu Liebenwerda (ab 1711 bis 1713); Catharina Elisabeth aus dem Winckel geb. von Lüttichau, Ehefrau des kursächs. Generalleutnants der Kavallerie Johann Georg aus dem Winckel (ab 1713 bis 1736).
Johann (Hans) Georg aus dem Winckel war durch Kauf 1704 bereits in den Besitz des Rittergutes Baumersroda gelangt, das er von Hans Moritz von Brühl erworben hatte. Letzterer hatte als Besitzer von Gangloffsömmern und hochfürstlich sächsischer Kammerjunker (später Reisemarschall) zu Weißenfels das Rittergutes Baumersroda, das sich mindestens seit 1501 im Besitz der Familie von Breitenbauch befand, 1695 von den Gebrüdern Christoph Adam und Melchior Dam von Breitenbauch erworben.
Johann (Hans) Georg aus dem Winckel war u.a. auch im Besitz des Schaurothschen Guts in Gleina. Außerdem hatte er als Generalmajor 1718 von George Dietrich von Schönberg dessen beiden Rittergüter Benndorf und Körbisdorf käuflich erworben. Er starb kinderlos 1729 und verordnete testamentarisch, dass die drei Lehnstücke Baumersroda, Benndorf und Körbisdorf die Söhne seines ältesten Bruders Christoph aus dem Winckel erhalten sollen. Diese wiederum sollten seinen jüngeren Bruder Hans Gottlieb aus dem Winckel das Ältestengut Baumersroda mit dem Vorwerk als Eigentum abtreten, was nach Erbauseinandersetzungen auch geschah.
Hans Gottlieb aus dem Winkel hatte die beiden Töchter Johanna Magdalena von Bünau und Christiana Charlotta von Üchteritz, jedoch keinen ihn überlebenden Sohn. Wegen hoher Verschuldung übertrug Hans Gottlieb aus dem Winckel 1736 die Anwartschaft auf das Lehn am Rittergut Baumersroda nebst Zubehör seinen Vettern unter Federführung von Carl Heinrich aus dem Winckel auf Benn- und Körbisdorf und Vogelgesang [bei Dommitzsch].
Wilhelm Busso Marschall v. Bieberstein erwirbt das Rittergut Baumersroda mit dem Ältestengut von der Brüdern aus dem Winkel 1737. Da seine Schwester Sophia Armgard ihm finanziell beim Kauf der Besitzungen unterstützt hat, verkauft er ihr 1738 wiederkäuflich das Ältestengut. Die Schwester verzichtet 1744 gegen finanzielle Entschädigung auf das Ältestengut, so dass ihr Bruder es sowie das Rittergut Baumersroda und das Biesenrodtische Gut in Gleina wegen darauf haftender Schuldforderungen am 16. März 1744 an Henriette Margarethe verw. Geheimrätin v. Heßler geb. v. Zaschnitz auf Vitzenburg in Vormundschaft ihres Enkels Heinrich Moritz v. d. Schulenburg auf Burgscheidungen verkaufen kann. Der neue Besitzer trat als Hauptmann in den Dienst des Königs von Sardinien und stirbt 1808. Nunmehr erben dessen Witwe und die drei Söhne. 1826 verkaufen diese das Rittergut nebst Zubehör an Friedrich Wilhelm August von Jagow zu Dallmin. Dieser veräußert das Gut 1828 an den Landrat; und Kammerherrn Heinrich
Ferdinand von Helldorff zu Bedra († 1873). Es erbt dessen Sohn, der Landrat Karl Heinrich Wolf von Helldorff zu Baumersroda (* 1828).
Am 6. Oktober 1884 wurde der Lehnsverband über das Mannlehnrittergut Baumersroda mit den Gleinaschen Lehnstücken endgültig aufgehoben.
Zusatzinformationen: Ritter- und Ältestengut Baumersroda (mit Lehnstücken in Gleina)
Besitzer des Ältestengut: Claus Wulffing zu Ebersrode (1398); Heinrich Wulffing (1415); Hans Ebhardt (mindestens ab 1579 bis † vor 1605); Peter Ebhardt (ab 1605 bis 1612);
dessen Sohn Hans Ebhardt (ab 1612 bis vor † 1626); dessen Tochter, die jedoch stirbt ebenfalls vor 1627; deren Mutter Justina, in 1. Ehe verheiratet mit Hans Ebhardt, in 2. Ehe verheiratet mit Moritz Kunath 1627 eben-falls verwitwet (ab 1627 bis ca. 1657); Erbengemeinschaft von deren Kindern 1. und 2. Ehe unter Federführung von Moritz Kunth (ab 1658 bis 1688); Johann Friedrich Böhme, früherer Pachtmann zu Gleina, kauft das Gut (ab 1688 bis 1709); Catharina Margaretha Elisabeth Berger geb. Pflüger, Ehefrau des Amtmanns Friedrich Heinrich Berger zu Freyburg, kauft das Gut (ab 1709 bis 1711); Johanna Sophia Meyer geb. Huth, Ehefrau des Amtmanns Johann Heinrich Meyer zu Liebenwerda (ab 1711 bis 1713); Catharina Elisabeth aus dem Winckel geb. von Lüttichau, Ehefrau des kursächs. Generalleutnants der Kavallerie Johann Georg aus dem Winckel (ab 1713 bis 1736).
Johann (Hans) Georg aus dem Winckel war durch Kauf 1704 bereits in den Besitz des Rittergutes Baumersroda gelangt, das er von Hans Moritz von Brühl erworben hatte. Letzterer hatte als Besitzer von Gangloffsömmern und hochfürstlich sächsischer Kammerjunker (später Reisemarschall) zu Weißenfels das Rittergutes Baumersroda, das sich mindestens seit 1501 im Besitz der Familie von Breitenbauch befand, 1695 von den Gebrüdern Christoph Adam und Melchior Dam von Breitenbauch erworben.
Johann (Hans) Georg aus dem Winckel war u.a. auch im Besitz des Schaurothschen Guts in Gleina. Außerdem hatte er als Generalmajor 1718 von George Dietrich von Schönberg dessen beiden Rittergüter Benndorf und Körbisdorf käuflich erworben. Er starb kinderlos 1729 und verordnete testamentarisch, dass die drei Lehnstücke Baumersroda, Benndorf und Körbisdorf die Söhne seines ältesten Bruders Christoph aus dem Winckel erhalten sollen. Diese wiederum sollten seinen jüngeren Bruder Hans Gottlieb aus dem Winckel das Ältestengut Baumersroda mit dem Vorwerk als Eigentum abtreten, was nach Erbauseinandersetzungen auch geschah.
Hans Gottlieb aus dem Winkel hatte die beiden Töchter Johanna Magdalena von Bünau und Christiana Charlotta von Üchteritz, jedoch keinen ihn überlebenden Sohn. Wegen hoher Verschuldung übertrug Hans Gottlieb aus dem Winckel 1736 die Anwartschaft auf das Lehn am Rittergut Baumersroda nebst Zubehör seinen Vettern unter Federführung von Carl Heinrich aus dem Winckel auf Benn- und Körbisdorf und Vogelgesang [bei Dommitzsch].
Wilhelm Busso Marschall v. Bieberstein erwirbt das Rittergut Baumersroda mit dem Ältestengut von der Brüdern aus dem Winkel 1737. Da seine Schwester Sophia Armgard ihm finanziell beim Kauf der Besitzungen unterstützt hat, verkauft er ihr 1738 wiederkäuflich das Ältestengut. Die Schwester verzichtet 1744 gegen finanzielle Entschädigung auf das Ältestengut, so dass ihr Bruder es sowie das Rittergut Baumersroda und das Biesenrodtische Gut in Gleina wegen darauf haftender Schuldforderungen am 16. März 1744 an Henriette Margarethe verw. Geheimrätin v. Heßler geb. v. Zaschnitz auf Vitzenburg in Vormundschaft ihres Enkels Heinrich Moritz v. d. Schulenburg auf Burgscheidungen verkaufen kann. Der neue Besitzer trat als Hauptmann in den Dienst des Königs von Sardinien und stirbt 1808. Nunmehr erben dessen Witwe und die drei Söhne. 1826 verkaufen diese das Rittergut nebst Zubehör an Friedrich Wilhelm August von Jagow zu Dallmin. Dieser veräußert das Gut 1828 an den Landrat; und Kammerherrn Heinrich
Ferdinand von Helldorff zu Bedra († 1873). Es erbt dessen Sohn, der Landrat Karl Heinrich Wolf von Helldorff zu Baumersroda (* 1828).
Am 6. Oktober 1884 wurde der Lehnsverband über das Mannlehnrittergut Baumersroda mit den Gleinaschen Lehnstücken endgültig aufgehoben.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
17.04.2025, 3:24 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Archival tectonics)
- 01.07. Territorienübergreifende Bestände (Archival tectonics)
- 01.07.04. Späteres Oberlandesgericht Naumburg (Archival tectonics)
- Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt (Archival holding)
- 02 Spezialia (Classification)
- 02.02. Orte und Güter mit B (Classification)
- 02.02.06. Baumersroda (Classification)