Asperg
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bü 2, 2
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bauernkrieg
Bauernkrieg >> 2. Akten >> 1. Österreichische Regierung in Württemberg >> 1.1. Österreichische Regierung in Württemberg >> Berichte der Oberämter: Alpirsbach - Böblingen
1524-1525
Enthält:
3-5) Der Burgvogt Bastian Emhart gibt Nachricht von den in der Gegend nur im kleinen Haufen umherstreifenden Bauern. Die Bauern würden allerdings hier und da übel wirtschaften. Der Vogt von Bietigheim ist in Eisen gelegt. Emhart ist überzeugt, wenn er nur 40 - 50 Pferde hätte, könnte er die Aufrührer bald aus der Gegend vertreiben. Er beklagt sich in dem dritten Schreiben heftig, dass von der Regierung auf ihn und den Asperg gar keine Rücksicht genommen wird. Sie hätten nach Marbach, Besigheim und anderen Orts doch auch Kriegsleute und Landsknechte geschickt. Den Asperg hingegen aber, wie als Schein, ganz vergessen. Alle seine Schreiben an den Statthalter blieben unbeantwortet, geschweige denn von der Zusendung von Mannschaft oder Geld. Er will, wenn es schlimm gehen sollte, keine Schuld haben. Er schließt mit der weiteren Bemerkung, dass bei ihm auf dem Asperg keine Frankfurter Messe sei, wo alles hin komme. Die Regierung in Tübingen sei mit allem reichlich versehen. Es scheint, dass ob sie sich nicht bekümmern, wenn Städte und Schlösser verloren gingen, wenn nur sie in Sicherheit seien, drei Schreiben, 24., 27. April und 9. Mai 1525
6) Der Burgvogt bittet auf ein früheres Schreiben an den Landhofmeister wiederholt um Bescheid, was er mit den in Gröningen von ihm gefangenen Pferden und einigen Wagen anfangen soll und wem die Beute gehört. Die gefangengenommenen Fuhrleute liegen jetzt schon so lange hier und würden zuletzt mehr verzehren, als der Wert von Pferd und Wagen betrage, 19. Mai 1525
3-5) Der Burgvogt Bastian Emhart gibt Nachricht von den in der Gegend nur im kleinen Haufen umherstreifenden Bauern. Die Bauern würden allerdings hier und da übel wirtschaften. Der Vogt von Bietigheim ist in Eisen gelegt. Emhart ist überzeugt, wenn er nur 40 - 50 Pferde hätte, könnte er die Aufrührer bald aus der Gegend vertreiben. Er beklagt sich in dem dritten Schreiben heftig, dass von der Regierung auf ihn und den Asperg gar keine Rücksicht genommen wird. Sie hätten nach Marbach, Besigheim und anderen Orts doch auch Kriegsleute und Landsknechte geschickt. Den Asperg hingegen aber, wie als Schein, ganz vergessen. Alle seine Schreiben an den Statthalter blieben unbeantwortet, geschweige denn von der Zusendung von Mannschaft oder Geld. Er will, wenn es schlimm gehen sollte, keine Schuld haben. Er schließt mit der weiteren Bemerkung, dass bei ihm auf dem Asperg keine Frankfurter Messe sei, wo alles hin komme. Die Regierung in Tübingen sei mit allem reichlich versehen. Es scheint, dass ob sie sich nicht bekümmern, wenn Städte und Schlösser verloren gingen, wenn nur sie in Sicherheit seien, drei Schreiben, 24., 27. April und 9. Mai 1525
6) Der Burgvogt bittet auf ein früheres Schreiben an den Landhofmeister wiederholt um Bescheid, was er mit den in Gröningen von ihm gefangenen Pferden und einigen Wagen anfangen soll und wem die Beute gehört. Die gefangengenommenen Fuhrleute liegen jetzt schon so lange hier und würden zuletzt mehr verzehren, als der Wert von Pferd und Wagen betrage, 19. Mai 1525
4 Schr.
Dokument
Asperg LB; Festung Hohensperg
Besigheim LB
Bietigheim : Bietigheim-Bissingen LB
Frankfurt am Main F; Messe
Gröningen = Markgröningen LB
Marbach am Neckar LB
Tübingen TÜ
Berichte der Oberämter: Alpirsbach - Böblingen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.01.2024, 14:38 MEZ
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