Kauf-/Rentenbrief
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B-KR, Kauf- und Rentenbriefe Nr. 15
B-KR Kauf- und Rentenbriefe
Kauf- und Rentenbriefe >> 1501-1600
1. Februar 1567, 1593, 1632
Vor dem Offizialat des Hofes des Münster bekennen die Eheleute Wessel und Marie Haße gnt. Stroipe, Bürger zu Münster, daß sie den Eheleuten Johan und Anne Volberdt eine jährliche Rente von 2 rhein. GG. aus ihrem Haus in Münster im St. Martini Kspl. auf der Neubrückenstraße zwischen den Häusern des Jaspar Jonaß und des Licentiaten Alberdt Borckhorsth für 40 GG. verkauft haben. dazu: 1593 November 15 Goddert Torck, Dr. der Rechte, und seine Frau Anna Volbertz, Henrich Vendt, Dr. der Rechte und Bürgermeister zu Münster, Herman Voß, Dechant des alten Dom St. Paul zu Münster, und Henrich Ko(e)rler als Testamentsexekutoren des Goddert Volbertz bekennen, daß Johan Volbertt, Ratsverwandter der Stadt Münster neben Henrich Scholbroick als Testamentsvollstrecker der Anna Huber einen Rentenbrief über 50 Reichstaler erhalten hat, den o. g. Anna Huber ihrer Enkelin Anneke, der Tohter ihrer Tochter Catharina Schulte, legiert hat. Da derselbe nicht mehr aufgefunden werden kann, übergeben o. g. Testamentsexekutoren Anneke Schulte neben barem Geld zur Ablösung der 50 Reichstaler einen Schuldbrief über 40 Reichstaler, sprechend auf Weßell Ströpens, jetzt Witwe Stremminges, Haus auf der Neubrückenstraße (s.o.). Pap.Urk., kassiert; Unterschrift und Papiersiegel des Goddert Torck, Anna Volbers, Herman Voß und Hinrich Koerler. Lt. Rückvermerk zur Discussio Lambert zum Dalen, ehem. Stremming, gehörig, pro interesse Anna Schulte, Witwe Christoffer Schwering (1626). dazu: 1632 Juni 12 Henrich Cramer, Henrich Berhorst, Bernard Dörhoff und Joannes Loman, Officianten der Liebfrauen-Kapelle, bekennen, daß ihre Forderungen (Kapital von 60 GG.) betr. das Haus des Lambert zum Dale auf der Neubrückenstraße, das von Joannes Hobelinck, Münster. Landschaftssekretär, gekauft wurde, durch Bernardt Lestincke, Dr. der Rechte und Kämmerer der Stadt Münster, und Henrich Hollandt, Ratsekretär, befriedigt wurden. Pap.Urk., Unterschriften des Henrich Cramer, Henrich Berhorst, Bernard Dörhoff und Joannes Loman. Und drei weitere Rechnungsbelege in gleicher Sache, lt. Rückvermerk zur Discussio Lambert Dalen gehörig (1632).
Perg.Urk., kassiert; Siegel o. g. Offizialats.
Archivale
Bürgen/Zeugen: Zeugen:
Meister Hinrich Wolterman, Prokurator, und Johan Balcke, Diener o. g. Hofes
erwähnt: Johann Holttappell, + Berdts Sohn
Meister Hinrich Wolterman, Prokurator, und Johan Balcke, Diener o. g. Hofes
erwähnt: Johann Holttappell, + Berdts Sohn
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:54 MEZ