In dem Streite zwischen Graf Christoph Ludwig und seinem Bruder Ludwig betreffs gänzlicher Vollstreckung des vom fürstlich württenbergischen Landhofmeister, Kanzler und Räten am 7. Febr. 1605 ausgerufenen Urteils hat Fürst Johann Friedrich, Herzog zu Württenberg und Teck, Graf zu Mömpelgart, Herr zu Heidenheim, seinen Vogt zu Murrhardt Zacharias Etzel nach Löwenstein gesandt, und dieser hat folgenden Vergleich herbeigeführt. Aus den limpurgischen Verträgen und den darauf beruhenden Rechnungen geht hervor, daß Christoph Ludwig seinem Bruder Ludwig bis Georgi 1609 an Kapital und Zins schuldig blieb 2700 fl., was bis Martini 1612 mit Zinsen 3127 fl, 30 kr. macht. Als Abschlag an dieser Summe hat Graf Christoph seinem Bruder Silbergeschirr im Wert von 1747 fl., 5 batzen mit dem Rückkaufsrecht innerhalb Jahresfrist geliefert. Für den Rest von 1425 fl., 10 kr. versetzt Christoph Ludwig seinem Bruder: das Fron- und Briellgeld zu Schmidthausen, das Bestandsgeld der Glashütte in der Lautern, 300 fl. Forstgefälle, den 4. Teil aller ihm gehörigen Weingefälle in der Grafschaft Löwenstein im Herbst unter der Kelter auf den mittleren Schlag. Die Forstmeister, Vögte und Schultheißen werden sofort auf Graf Ludwig vereidigt. Die Glashütte wird auf Christophs Kosten in baulichem Zustand gehalten. Betreffs der Früchte vom Braitthaimer Hof erklärt sich Christoph bereit, sich mit seinem Bruder abzufinden soweit es die Rechnung beweist. Da Christoph Ludwigs Rechnungen in Wertheim liegen, muß er seine Gegenforderungen auf ein ander Mal verscharen. Die Kosten des Verfahrens tragen beide Brüder zu gleichen Teilen. Graf Ludwig behält sich seine Forderung betreffs der Dokumente, Mobilien und Baunachs von Werthaim Schuld und Schadloshaltung vor. Jeder der Siegler erhält ein Orginal. Die Genehmigung des Herzogs Johann Friderich bleibt vorbehalten.