Der Zeller Johann Cordes, freie Standesperson in der Bauerschaft Rheitlage (Redtlage) im Kirchspiel Schepsdorf, schließt mit dem Zeller Johann Lübbers daselbst einen Vergleich in dem vor dem Freigericht zu Emsbüren geführten Rechtsstreit über eine lange Zeit gemeinsam besessene Wiese und einen Heidgrund. Jede Seite trägt für sich die Prozeßkosten. Die Wiese wurde vermessen und in zwei Teile geteilt. Dann wurde gelost (lottiert). Dabei fiel der oberste Teil im Osten an Lübbers, der westliche umzäunte Teil an Cordes. In gleicher Weise durch Los kam der östliche Teil des Heidgrundes an Cordes, der westliche Teil an Lübbers. Jede Seite wird nun ihren Anteil für sich privat nutzen. Beide Seiten verständigen sich über die Instandhaltung der einzelnen (spezifizierten) Abschnitte des Zauns. Zeugen: Johan Nicolas Werneri und Antonius Wostmeyer, beide Personen freien Standes aus Schepsdorf. Beglaubigung durch den Notar Bernhard Anton Brinck.
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Der Zeller Johann Cordes, freie Standesperson in der Bauerschaft Rheitlage (Redtlage) im Kirchspiel Schepsdorf, schließt mit dem Zeller Johann Lübbers daselbst einen Vergleich in dem vor dem Freigericht zu Emsbüren geführten Rechtsstreit über eine lange Zeit gemeinsam besessene Wiese und einen Heidgrund. Jede Seite trägt für sich die Prozeßkosten. Die Wiese wurde vermessen und in zwei Teile geteilt. Dann wurde gelost (lottiert). Dabei fiel der oberste Teil im Osten an Lübbers, der westliche umzäunte Teil an Cordes. In gleicher Weise durch Los kam der östliche Teil des Heidgrundes an Cordes, der westliche Teil an Lübbers. Jede Seite wird nun ihren Anteil für sich privat nutzen. Beide Seiten verständigen sich über die Instandhaltung der einzelnen (spezifizierten) Abschnitte des Zauns. Zeugen: Johan Nicolas Werneri und Antonius Wostmeyer, beide Personen freien Standes aus Schepsdorf. Beglaubigung durch den Notar Bernhard Anton Brinck.
B 210u, 306
B 210u Kloster Gravenhorst - Urkunden
Kloster Gravenhorst - Urkunden >> 6. 1701 bis 1793
1730 Mai 26
Vermerke: Notariatsinstrument, Papier
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:57 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst (Tektonik)
- Kloster Gravenhorst / Urkunden (Bestand)
- 6. 1701 bis 1793 (Gliederung)