Der Komtur Konrad von Dettelbach und die Brüder der Deutschordenskommende in Würzburg bekennen, dass ihnen Adelheid, die Witwe des Albert von Mörlbach ("Moerelbach") alle ihre Güter in Dorf und Gemarkung Zeuzleben ("Zv/e/zleibe") unter Vorbehalt des lebenslänglichen Nießbrauches geschenkt hat. Diese Güter ertragen jährlich 60 Malter Getreide und ungefähr 35 Schilling Würzburger Pfennige. Nachdem Adelheid nun krank geworden ist, hat sie die Deutschordensbrüder gebeten, nach ihrem Tod ein Seelgerät für sie in der Kommende zu begehen. Dabei soll man im Konvent 14 Unzen Pfennige, die jährlich von der Mühle in Zeuzleben gefallen, als Pitanz unter den Ordensbrüdern verteilen. Außerdem soll man von 10 Malter Weizen, die von dem Hof in Zeuzleben gefallen, am 16. Dezember ("in ieiunio ante Nativitatem Domini") Brote im Konvent verteilen. Der Deutschmeister ("per Alemaniam preceptor") Gottfried von Hohenlohe erteilt seine Zustimmung zur Begehung des Jahrtages und verpflichtet den Komtur und die Brüder zur Einhaltung aller damit verbundenen Bestimmungen. Actum Herbipoli 1295 pridie kalendas septembris. Aussteller: Deutschordenskommende Würzburg. Empfänger: Adelheid von Mörlbach
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Der Komtur Konrad von Dettelbach und die Brüder der Deutschordenskommende in Würzburg bekennen, dass ihnen Adelheid, die Witwe des Albert von Mörlbach ("Moerelbach") alle ihre Güter in Dorf und Gemarkung Zeuzleben ("Zv/e/zleibe") unter Vorbehalt des lebenslänglichen Nießbrauches geschenkt hat. Diese Güter ertragen jährlich 60 Malter Getreide und ungefähr 35 Schilling Würzburger Pfennige. Nachdem Adelheid nun krank geworden ist, hat sie die Deutschordensbrüder gebeten, nach ihrem Tod ein Seelgerät für sie in der Kommende zu begehen. Dabei soll man im Konvent 14 Unzen Pfennige, die jährlich von der Mühle in Zeuzleben gefallen, als Pitanz unter den Ordensbrüdern verteilen. Außerdem soll man von 10 Malter Weizen, die von dem Hof in Zeuzleben gefallen, am 16. Dezember ("in ieiunio ante Nativitatem Domini") Brote im Konvent verteilen. Der Deutschmeister ("per Alemaniam preceptor") Gottfried von Hohenlohe erteilt seine Zustimmung zur Begehung des Jahrtages und verpflichtet den Komtur und die Brüder zur Einhaltung aller damit verbundenen Bestimmungen. Actum Herbipoli 1295 pridie kalendas septembris. Aussteller: Deutschordenskommende Würzburg. Empfänger: Adelheid von Mörlbach
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden 1295 August 31
StA Würzburg: Würzburger Urkunden 110 / 34; Würzburger Urkunden 3369
Deutscher Orden, Kommende Würzburg Urkunden 1295 August 31
Registratursignatur/AZ: 40 Ziffer (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: YY (16. Jh.)
Registratursignatur/AZ: S (18. Jh.)
Zusatzklassifikation: 038
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden
Deutscher Orden Kommende Würzburg Urkunden >> Einzelregestierung von Urkunden
1295 August 31, Würzburg
Pergament
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Siehe Feld: Äußere Beschreibung
Überlieferung: Original
Literatur: Regest: Hohenlohisches Urkundenbuch, Bd. 1, S. 527 Nr. 728-9 Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 85
Vermerke: Inhaltsangaben (14. u. 16./17. Jh.)
Typ: 1295 August 31
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Deutschmeister; an Pergamentstreifen anhängendes Siegel aus rotem Wachs, unbesch. u. restauriert, mit Rücksiegel, unbesch. S 2: Deutschordenskommende Würzburg, Konvent; an Pergamentstreifen anhängend, leicht besch.
Überlieferung: Original
Literatur: Regest: Hohenlohisches Urkundenbuch, Bd. 1, S. 527 Nr. 728-9 Repertorium: Rep. 1, Bd. 7, S. 85
Vermerke: Inhaltsangaben (14. u. 16./17. Jh.)
Typ: 1295 August 31
Medium: A = Analoges Archivalie
Äußere Beschreibung: Überlieferungsart: Ausf.; lat. Beschreibstoff: Perg. Siegel: S 1: Deutschmeister; an Pergamentstreifen anhängendes Siegel aus rotem Wachs, unbesch. u. restauriert, mit Rücksiegel, unbesch. S 2: Deutschordenskommende Würzburg, Konvent; an Pergamentstreifen anhängend, leicht besch.
Dettelbach, Konrad von, Würzburg, Deutschordenskommende, Komtur
Mörlbach, Adelheid von
Mörlbach, Albert von
Hohenlohe, Gottfried von, Deutschland, Deutscher Orden, Deutschmeister
Würzburg, Deutschordenskommende, Komtur
Würzburg, Deutschordenskommende, Brüder
Würzburg, Währung
Zeuzleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Güter
Zeuzleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Dorf
Zeuzleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Mühle
Zeuzleben (Gde. Werneck/Lkr. Schweinfurt), Hof
Deutschland, Deutscher Orden, Deutschmeister
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 09:56 MESZ
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