An Jörg Becht, Papierer und Bürger zu Reutlingen, seinen lieben Bruder
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7477
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 21 Urgichten
1561 März 12, Mittwoch
Regest: Zu dem Unterzeichneten ist ein Schalk hergekommen namens Christof Staud und einer mit ihm namens Christof Reyser, der vorgab, er sei der Sohn des Herrn Hans Reyser. Der andere gab vor, dass er der Hausknecht des Wirts Gailer +) sei. Er habe auf Befehl des Herrn Reyser den Sohn herbegleiten müssen. Sie haben sich betragen, wie der Unterzeichnete dem Herrn Reyser nach der Länge (= ausführlich) geschrieben hat. Nun hat er den Lecker zu einem Rechenmeister verdingt und für ihn 3 fl und 1 Ort (= 1/4 fl) zahlen und dem Schelm, der mit ihm war, 3 fl zu einer Zehrung geben müssen. So hat er 6 fl und 1 Ort für den Staud zahlen müssen. Weil nun Herr Reyser sein Vormund ist, hat er ihm geschrieben, dass er ihm, dem Unterzeichneten, das Geld schicken möge. Er bittet seinen Bruder Jörg, bei Herrn Reyser das Beste zu tun, dass er ihm das Geld zustellt. Hätte nicht der Sohn des Claus Gertner, der in Nürnberg ist, den Mann gekannt, so wäre Becht in grossen Schaden geraten.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Ausstellungsort: Nürnberg
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Eberhart Becht, Papierer auf der Weidenmühl
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Ringpetschaft-Abdruck
Bemerkungen: +) In dem Schreiben des Eberhart Becht vom 12. März 1561 an Hans Reyser ist Gailers Vorname Eberhart angegeben.
Genetisches Stadium: Or.
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Eberhart Becht, Papierer auf der Weidenmühl
Siegel (Erhaltung): auf der Rückseite Ringpetschaft-Abdruck
Bemerkungen: +) In dem Schreiben des Eberhart Becht vom 12. März 1561 an Hans Reyser ist Gailers Vorname Eberhart angegeben.
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ