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Grafen von der Schulenburg, Hehlen: Urkunden und Akten (Bestand)
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Bestandsgeschichte: Das durch Vertrag vom 25. Mai 1957 dem Niedersächsischen Staatsarchiv zu Hannover von Johann Heinrich Graf von der Schulenburg-Hehlen als Deposition überwiesene Guts- und Familienarchiv Hehlen umfasste bei seiner Überführung in das Staatsarchiv den geschlossenen Bestand an Urkunden, Akten, Karten und Plänen, wie sich dieser seit der im Jahre 1560 erfolgten Inbesitznahme von Schloss , Gut und Gericht Hehlen durch die Familie v. d. Schulenburg in fast vier Jahrhunderten gebildet hatte. Von den Vorbesitzern, der Familie von Frenke, scheint beim Besitzwechsel Archivgut nicht übernommen zu sein. Die im heutigen Archivbestand vermissten Gutsregister wurden schon in älteren Archivinventaren nicht geführt; sie wurden wohl als minder wichtig bewertet und sind deshalb nicht erhalten. Im Übrigen kann der Urkunden- und Aktenbestand als vollständig gelten.
Erweitert über den örtlich erwachsenen Bestand hinaus wurde das Hehlener Guts- und Familienarchiv durch die im Jahre 1747 erfolgte Beerbung des venetianischen Feldmarschalls Matthias Johann Graf v. d. Schulenburg aus dem Hause Emden (Altmark) und durch die damit verbundene Einbeziehung der Hehlener Familie v. d. Schulenburg in das von dem genannten Feldmarschall 1740 begründete v. d. Schulenburg´sche Familienfideikomiss, das neben altmärkischem, kurmärkisch-brandenburgischem und herzoglich magdeburgischem Besitz (Beetzendorf, Emden, Osterwohle, Angern, Detzel, Wolfsburg etc.) auch solchen in Mecklenburg (Gr. Krankow), in Kursachsen (Klosterrode, Dehlitz) wie auch im Hannoverschen (Brome, Basbeck, Rethmar, Warpke) umfasste. Der archivalische Nachlass des venetianischen Feldmarschalls, innerhalb des Archivbestandes bislang als ungeordneter Zugang behandelt, wurde seiner besonderen Bedeutung wegen nunmehr in einer Sonderabteilung (Abt. III) registriert.
Die Ordnung des Gesamtbestandes, umfassend 265 Urkunden, 2055 Aktenfaszikel,
Bestandsgeschichte: 84 Karten und Pläne, wurde vorgenommen gemäß der dem Urkundenrepertorium Depos. 82 vorangestellten Vermerke und gemäß der diesem Aktenrepertorium vorausgeschickten Inhaltsübersicht.
Schloss und Gut Hehlen mit den Amtsdörfern Hehlen, Daspe, Brökeln und Frenke finden im Hehlener Archiv eine ausgezeichnete Quelle ihrer Geschichte; mannigfache Beziehungen zur nahen und ferneren Nachbarschaft lassen auch zahlreiche andere Orte im Raum Hameln-Holzminden an dieser Quelle teilnehmen. Das Hehlener Guts- und Familienarchiv wurde für die v. d. Schulenb. Familiengeschichte bislang nur unzureichend herangezogen; es wird möglich sein, die Familiengeschichte v. d. Schulenburg von Dr. Georg Schmidt (Teil I-III, Beetzendorf 1897-1908) daraus erheblich zu egänzen, teilweise auch zu berichtigen.
Wegen ihrer besonderen Bedeutung für die niedersächsische Landesgeschichte sei hier verwiesen auf
Urkunden
Nr. 1 (1266, April 17) : Gründung einer Pfarrkirche zu Franke.
Nr. 2-4 (1396-1397) : Nachrichten über das Geschlecht v. Hüpede.
Nr. 5 (1410) : Nachrichten über das Geschlecht v. Derspe.
Zahlreiche Urkunden betreffen die Ministerialien v. Frenke und v. Zersen (siehe Register!)
Siehe zu Frenke auch Akten, Abt. I, Nr. 4 und IV, Nr. 1 u. 189.
Akten
Abt. I
Nr. 9 (darin u.a. schweres Fahrunglück bei Hehlen 1592).
Nr. 13 (Handschriftliches Gesangbuch, 1604).
Nr. 14 u. 15 (Rezept- u. Arzneibücher, 16. u. 17. Jahrhundert).
Nr. 16 (Spottgedicht im Streit der Stadt Braunschweig mit ihrem Landesherrn, 1600).
Nr. 20 (Poetische Beglückwünschung zur fürstlichen Hochzeit 1682 durch Calenberger Bauern).
Nr. 21 (Bericht über den plötzlichen Tod des Fürsten Schwarzenberg 1683).
Nr. 24 (Einkleidung eines Deutschordensritters in Lucklum, 1766).
Nr. 34 (Bruchstücke eines Rechtsbuches in mittelniederdeutscher Sprache, ca. 1320).
Abt. II
Nr. 11 (Schlägerei unter Studenten zu Helmstedt,
Bestandsgeschichte: 1664)
Nr. 444 (Nachrichten über den 1609 zu Wolfenbüttel gedruckten "Aviso").
Nr. 473 (Briefe mit Berichten über Kriegsereignisse 1621-1643).
Nr. 478 (Briefe mit Beziehungen auf den herzoglichen Hof zu Hannover, 1681-1691).
Abt. III
Nr. 1 ff. (Nachlass des venetian. Feldmarschalls Matthias Johann Graf von der Schulenburg, des ruhmreichen Verteidigers der Inselfestung Corfu 1716).
Abt. VI
Nr. 173 (Jagdbeute des Herzogs Rudolf August im Elm, 1667).
Abt. VIII
Nr. 3,6,8,9 (Nachrichten über die seit 1617 in Hehlen betriebene Papiermühle).
Abt. XI
Nr. 45 (Briefwechsel der herzoglich-braunschweigischen Familie während ihrer Vertreibung durch Napoleon 1807-1813)
Nr. 51 und 52 (Berliner Gesandtschaftsakten 1674-1676).
Nr. 54-58 (Wiener Gesandtschaftsakten 1677-1679).
Nr. 74-77 (Harzer Bergwerkssachen 1690-1701)
Die Ordnung und Registrierung von Dep. 82 erfolgte 1957/1958 durch den Unterzeichneten im Auftrage des Niedersächsischen Staatsarchivs zu Hannover. Das Verzeichnis der Karten und Pläne wurde durch Staatsarchivrat Dr. Franz Engel aufgestellt; die Regesten der in italienischer Sprache erscheinenden Urkunden und Akten wurden angefertigt durch Staatsarchivrat Dr. Joseph König.
Die hier in chronologischer Folge verzeichneten 265 Urkunden wurden aus dem Gesamtbestand Dep. 82 (von der Schulenburg, Hehlen) ausgesondert. Wo weitere Urkunden bei den Akten dieses Depositums belassen worden sind, wurde das im Aktenverzeichnis vermerkt.
Eigentum und Verfügungsberechtigte:
Johann Heinrich Graf von der Schulenburg in Halle bei Bodenwerder, Kreis Holzminden.
Depositumsvertrag vom 25. Mai 1957, siehe Dienstakte des Staatsarchivars Spez. DO 82 Bl. 19.
Es enthält keine besonderen Klauseln. Bei rein wissenschaftlicher Benutzung erteilt mithin der Leiter des Staatsarchivs die Genehmigung; bei jeder anderen muss die Zustimmung des Eigentümers eingeholt
Bestandsgeschichte: werden.
Vgl. auch F.A. 132: Nachlass des Feldmarschalls Graf Johann Matthias von der Schulenburg im Staatsarchiv Venedig
Hildesheim, im Juli 1958
gez. W. Garzmann
Projekt
Die bisher in AIDA erfassten Akten dieses Bestandes nahm - im Rahmen eines Projektes zur Erforschung der Wolfsburg und ihrer Besitzer - im Jahr 2001 Dr. Martin Fimpel vor. Die Verzeichnung diente dem Zweck des Projekts, sie ist daher auf ausgewählte Akten beschränkt und erschließt vor allem familiengeschichtliche Zusammenhänge.
Hannover, im Januar 2001
Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im November
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.