Die Ratsherren Albrecht Baldinger, Raimund Krafft und Johann David Wick, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, verleihen Josef Fensterlen von Donaurieden [Stadt Erbach/Alb-Donau-Kreis] auf Lebenszeit ein der Pfarrkirchenbaupflege unterstehendes und der Neithardtischen Stiftung gehörendes Seldengut in Donaurieden. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf, 6 Jauchert Äcker, 8,5 Tagwerk Mähder und 1 Krautgarten. Die Selde hat zuvor sein verstorbener Schwiegervater Christian Ögg bewirtschaftet. Er ist verpflichtet, die Selde in gutem Kulturzustand zu halten. Für die Verleihung hat er einen Handlohn in Höhe von 50 Gulden zu entrichten, wovon 30 Gulden sofort bar bezahlt werden müssen, die restlichen 20 Gulden in fünf jährlichen Raten. Von der Selde hat er der Pfarrkirchenbaupflege jedes Jahr 8 Pfund 12 Schilling und 6 Heller Heugeld, 120 Eier, 6 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn sowie 4 Imi 2 Muth und 4 Metzen Fesen und 4 Imi 2 Muth und 4 Metzen Hafer Ulmer Maß nach Ulm zu liefern. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung, Säumnissen in der Lieferung der Abgaben und nach seinem Tod fällt die Selde an die Pfarrkirchenbaupflege zurück.