Henne Wyntze, wohnhaft zu Dehrn, und seine Frau Katharina ('Gedryn') Sibarts, Hengin Siwart und Sibart, Grete und Gutgin, alles Geschwister und Kinder des + Henne Sibart, verkaufen dem Dekan, Kapitel und den Vikaren des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen zur Präsenz für 10 Gulden zu je 24 Weißpfennig guter alter Limburger Währung, die diese ihnen bezahlt haben, 12 Weißpfennig ewiger Gülte, die sie dem Stift oder dessen Präsenzmeister unverteilt aus einer Hand jährlich am 25. März ('uff unser lieben frauwen dag zu latine g(e)n(an)t annunciacionis in der vasten gelegen') entrichten sollen. Sie setzen dafür die folgenden Güter, aus denen die Gülte zu leisten ist, zu Unterpfand: 'item zum ersten eyn gartten gelegen zu Dern ymme dorff hinder Rutter Hermans huße und gildet uber das ander jair tzwei honer und eyn wispennig. Item eyn sd. by der molen uß gelegen uff der Lanen uff Conen Henne. Item 1 sd. gelegen by dem molenborngin under Sybarts Eilen. Item 1 1/2 sd. gelegen in den wyngarten und ligent an Sybarts Eilen. Item 1 sd. gelegen by Schriber Hens wyßgin under der Ruttersen. Item 1/2 sd. gelegen by den Cutten under Sippen. Item in dem andern felde zu dem oberhultze zu: 1 sd. by der nuwen molen neben an Rutter Herman. Item 1/2 m. gelegen by der hoe wießen under Conen Henne. Item offerters 1 sd. by dem Hasenstalle und liget uff sent Nicolaus halben m. hin. Item in dem felde ober dem berge uß 1 sd., liget under dem Ristenberge nebendich Rutters luden uß. Item offerters 1 sd. neben Sybarts Eilen. Item ober Lane 1/2 m. uff der Oberheide under Rutters luden'. Dies Land zinst jährlich 1/2 Malter Korn in die Präsenz zu Limburg und sonst niemandem. Sie haben diese Güter, die unverteilt und unbelastet bleiben sollen, mit Halm und Mund aufgetragen vor Thyße Eppelman, Schultheiß, Hansgin Snyder, Conen Henne, Heyntze Snyder, Dyle Hunen, Hans Enolff, Schriber Henne und Georg Appel, Schöffen am Gericht zu Niederhadamar in der Dehrner Zent, in der Grafschaft Diez gelegen, die Zeugnis ('urkondt') dessen empfangen haben. Bei Leistungsversäumnis soll das Stift die Gülte ein- oder zweimal fordern, und, falls sie dann nicht sogleich leisten, die Güter mit der Besserung an sich nehmen oder dem Schultheißen sein Recht geben und sich durch ihn darin einsetzen lassen. Reichen die Unterpfänder nicht aus, so kann das Stift sich an die übrigen Erbgüter der Aussteller halten. Sie geloben Währschaftsleistung, wie an jenem Gericht rechtsüblich. Der Wiederkauf ist gegen die Kaufsumme nebst der Gülte und etwaigem Schaden jeweils 14 Tage vor dem 25. März gestattet. - Siegel des Gerichts zu Niederhadamar.