Wandervogel (Bestand)
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Stadtarchiv Rendsburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> V Vereine und Verbände
1912-1935
Beschreibung: Die Überlieferung der Ortsgruppe Rendsburg des Wandervogel besteht zum großen Teil aus dem Briefwechsel der Mitglieder mit dem Führer Otto Christiansen. Daneben findet sich die Dokumentation des Vereinslebens: Mitgliederlisten, Ausweise, Kassenführung, Korrespondenz mit anderen Wandervogel-Gruppen und der Kreis-/Gauleitung.
Geschichte des Bestandsbildners: Der sogenannte "Wandervogel" war Teil bzw. erster Impuls der Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Jugendbewegung. Getragen hauptsächlich von Schülern und Studenten bürgerlicher Herkunft stand die Bewegung für eine Rückbesinnung auf eine mit der Industrialisierung im Verschwinden begriffenen Volkskultur. Die Wandervogelbewegung verstand sich als weitestgehend politisch neutral. Erkennungszeichen war der Wandervogelgreif (s.o.) und die gemeinsame Gruß-formel "Heil!". Überall im Lande gründeten sich, wie auch in Rendsburg um 1912, Gruppen jugendlicher Gleichgesinnter, die unter Leitung eines Führers auf gemeinsamen Fahrten und Wanderungen die Gemeinschaft und das Naturerleben suchten. Eine Rendsburger Besonderheit war das 1922 der Wandervogel-gruppe geschenkte Boot an der Eider, mit dem viele größere und kleinere Törns unternommen wurden. Mitglieder der ersten Stunde in Rendsburg waren u.a. mit den Mitgliedsnr. 1 und 4 die Brüder Conrad und Adolf Cornelsen. Langjährige Mitglieder und prägend für die Ortsgruppe Rendsburg waren die Gebrüder Ehlers (Wilhelm Ehlers war 1925 Ortsführer).
Einen entscheidenden Einschnitt erlebte die Wandervogelbewegung mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus. Zwischen 1933 und 1935 wurden alle Wandervogelgruppen, so auch die Rendsburger, verboten bzw. in die NS-Hitlerjugend zwangseingegliedert.
Ortsgruppenleiter Rendsburg (so weit ermittelbar):
(?) Heinz Lassen
1919 Dr. Böttcher
1920 Hanns Eichmeier
1921 Hanns Eichmeier
1922 W. Jäger
1923 Herbert Puhlmann
1924 Detlev Elders
1925 Wilhelm Ehlers
Bearbeiter: Dr. Dagmar Hemmie
Geschichte des Bestandsbildners: Der sogenannte "Wandervogel" war Teil bzw. erster Impuls der Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Jugendbewegung. Getragen hauptsächlich von Schülern und Studenten bürgerlicher Herkunft stand die Bewegung für eine Rückbesinnung auf eine mit der Industrialisierung im Verschwinden begriffenen Volkskultur. Die Wandervogelbewegung verstand sich als weitestgehend politisch neutral. Erkennungszeichen war der Wandervogelgreif (s.o.) und die gemeinsame Gruß-formel "Heil!". Überall im Lande gründeten sich, wie auch in Rendsburg um 1912, Gruppen jugendlicher Gleichgesinnter, die unter Leitung eines Führers auf gemeinsamen Fahrten und Wanderungen die Gemeinschaft und das Naturerleben suchten. Eine Rendsburger Besonderheit war das 1922 der Wandervogel-gruppe geschenkte Boot an der Eider, mit dem viele größere und kleinere Törns unternommen wurden. Mitglieder der ersten Stunde in Rendsburg waren u.a. mit den Mitgliedsnr. 1 und 4 die Brüder Conrad und Adolf Cornelsen. Langjährige Mitglieder und prägend für die Ortsgruppe Rendsburg waren die Gebrüder Ehlers (Wilhelm Ehlers war 1925 Ortsführer).
Einen entscheidenden Einschnitt erlebte die Wandervogelbewegung mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus. Zwischen 1933 und 1935 wurden alle Wandervogelgruppen, so auch die Rendsburger, verboten bzw. in die NS-Hitlerjugend zwangseingegliedert.
Ortsgruppenleiter Rendsburg (so weit ermittelbar):
(?) Heinz Lassen
1919 Dr. Böttcher
1920 Hanns Eichmeier
1921 Hanns Eichmeier
1922 W. Jäger
1923 Herbert Puhlmann
1924 Detlev Elders
1925 Wilhelm Ehlers
Bearbeiter: Dr. Dagmar Hemmie
0,3
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.04.2025, 12:54 MESZ