Briefe des Hofrats Eugen Hofmann in Zusammenhang mit der Existenzsicherung Kaspar Hausers
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E 29/II Nr. 2853
E 29/II Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen
27.02.1833 - 07.04.1833
Enthält:
1833 Februar 27: Brief (Kopie) des (Eugen) Hofmann, Ansbach, an Staatsrat (Johann Ludwig) Klüber in Frankfurt.
Anbei der Briefwechsel über Hauser mit Stanhope und (Johann Philipp von) Wessenberg zurück (hier nicht vorhanden). (Paul Johann Anselm von) Feuerbach ist seit seiner letzten Krankheit am Schreiben gehindert. Anbei 2 Briefe Stanhope's vom 5. Oktober vorigen Jahres (hier nicht enthalten). Die von Stanhope ausgesetzten Unterstützungsgelder fließen nach wie vor. Von der hiesigen Bank werden monatlich 60 Gulden zum Unterhalt Hausers ausbezahlt. Weiter wird durch Einsparungen ein kleiner Reservefond gebildet, seitdem Stanhope seine Meinung über Hauser geändert hat. Hauser ist zu keiner anstrengenden Arbeit fähig, woran sein früheres Schicksal die Schuld haben mag. Auch für wissenschaftliches Arbeiten ist er nicht zu verwenden. So wird er mit Abschreibarbeiten in der Kanzlei des hiesigen Appellationsgerichts beschäftigt. Bemühungen des Adressaten, Hausers Existenz zu sichern. Was Stanhope anbelangt, so existieren die folgenden Dokumente: 1) Seine Erklärung vor dem Kreis- und Stadtgericht, 1831 November 21. 2) Dessen Entschließung vom 26. d.M. 3) Das Protokoll vor diesem Gericht vom 29. d.M. mit gerichtlicher Beglaubigung des Engagements Stanhope's. 4) Entschließung des Vormundschaftsgerichts 2. Dezember 1831 (Original: 1731!). 5) Bericht des Appellationsgerichts an das Justizministerium in München, 7. d.M. &) Ministerialreskript vom 21. d.M. Ein in Letzterem erwähntes Schreiben des Königs (Ludwigs I.) besitzt Stanhope. In Frankfurt war die Rede von einem Deputat in Höhe von 100 Pfund, dabei Herr v. Stralenheim erwähnt. Feuerbach will demnächst nach Frankfurt reisen.
1833 April 7: Brief des (Eugen) Hofmann, Ansbach, an Exzellenz (= Feuerbach).
Korrespondenz mit Klüber und (Johann Carl Friedrich) Schumann wegen der Existenzsicherung Hausers erwähnt. Wessenberg und Familie lehnen jede Verpflichtung ab.
Wünsche für die bevorstehende Reise des Adressaten.
1833 Februar 27: Brief (Kopie) des (Eugen) Hofmann, Ansbach, an Staatsrat (Johann Ludwig) Klüber in Frankfurt.
Anbei der Briefwechsel über Hauser mit Stanhope und (Johann Philipp von) Wessenberg zurück (hier nicht vorhanden). (Paul Johann Anselm von) Feuerbach ist seit seiner letzten Krankheit am Schreiben gehindert. Anbei 2 Briefe Stanhope's vom 5. Oktober vorigen Jahres (hier nicht enthalten). Die von Stanhope ausgesetzten Unterstützungsgelder fließen nach wie vor. Von der hiesigen Bank werden monatlich 60 Gulden zum Unterhalt Hausers ausbezahlt. Weiter wird durch Einsparungen ein kleiner Reservefond gebildet, seitdem Stanhope seine Meinung über Hauser geändert hat. Hauser ist zu keiner anstrengenden Arbeit fähig, woran sein früheres Schicksal die Schuld haben mag. Auch für wissenschaftliches Arbeiten ist er nicht zu verwenden. So wird er mit Abschreibarbeiten in der Kanzlei des hiesigen Appellationsgerichts beschäftigt. Bemühungen des Adressaten, Hausers Existenz zu sichern. Was Stanhope anbelangt, so existieren die folgenden Dokumente: 1) Seine Erklärung vor dem Kreis- und Stadtgericht, 1831 November 21. 2) Dessen Entschließung vom 26. d.M. 3) Das Protokoll vor diesem Gericht vom 29. d.M. mit gerichtlicher Beglaubigung des Engagements Stanhope's. 4) Entschließung des Vormundschaftsgerichts 2. Dezember 1831 (Original: 1731!). 5) Bericht des Appellationsgerichts an das Justizministerium in München, 7. d.M. &) Ministerialreskript vom 21. d.M. Ein in Letzterem erwähntes Schreiben des Königs (Ludwigs I.) besitzt Stanhope. In Frankfurt war die Rede von einem Deputat in Höhe von 100 Pfund, dabei Herr v. Stralenheim erwähnt. Feuerbach will demnächst nach Frankfurt reisen.
1833 April 7: Brief des (Eugen) Hofmann, Ansbach, an Exzellenz (= Feuerbach).
Korrespondenz mit Klüber und (Johann Carl Friedrich) Schumann wegen der Existenzsicherung Hausers erwähnt. Wessenberg und Familie lehnen jede Verpflichtung ab.
Wünsche für die bevorstehende Reise des Adressaten.
Umfang/Beschreibung: 2 Prod
Archivale
Bemerkungen: Acc.Nr. D 1/2014
Bemerkungen: Hofrat Hofmann = Eugen. Er wurde später Advokat in Nürnberg, s. StadtAN E 1/622 Nr. 5
Bemerkungen: Prod. 1: Größtenteils abgedruckt bei A. von der Linde 1887, S. 284 f.
Bemerkungen: Prod. 2: Teilabdruck bei Johannes Mayer: Lord Stanhope - Der Gegenspieler Kaspar Hausers, Stuttgart 1988, S. 443
Indexbegriff Person: Feuerbach, Paul Johann Anselm Dr. Ritter von
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Hofmann, Eugen (Advokat Hofrat)
Indexbegriff Person: Klüber, Johann Ludwig
Indexbegriff Person: Ludwig I. (König Bayern)
Indexbegriff Person: Schumann, Johann Carl Friedrich
Indexbegriff Person: Stanhope, Philipp Heinrich
Indexbegriff Person: Stralenheim, N von
Indexbegriff Person: Wessenberg, Johann Philipp von
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Klüber
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Diverse
Bemerkungen: Hofrat Hofmann = Eugen. Er wurde später Advokat in Nürnberg, s. StadtAN E 1/622 Nr. 5
Bemerkungen: Prod. 1: Größtenteils abgedruckt bei A. von der Linde 1887, S. 284 f.
Bemerkungen: Prod. 2: Teilabdruck bei Johannes Mayer: Lord Stanhope - Der Gegenspieler Kaspar Hausers, Stuttgart 1988, S. 443
Indexbegriff Person: Feuerbach, Paul Johann Anselm Dr. Ritter von
Indexbegriff Person: Hauser, Kaspar
Indexbegriff Person: Hofmann, Eugen (Advokat Hofrat)
Indexbegriff Person: Klüber, Johann Ludwig
Indexbegriff Person: Ludwig I. (König Bayern)
Indexbegriff Person: Schumann, Johann Carl Friedrich
Indexbegriff Person: Stanhope, Philipp Heinrich
Indexbegriff Person: Stralenheim, N von
Indexbegriff Person: Wessenberg, Johann Philipp von
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Hauseriana (Quellen und Forschungen zu Kaspar Hauser)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Klüber
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Briefwechsel Diverse
Ansbach
Frankfurt a. M.
München
Kopie
Staatsrat
Briefwechsel
Krankheit
Unterstützungsgelder
Ansbacher Bank
Unterhalt
Einsparungen
Reservefond
Kopierarbeit
Kanzlei
Appellationsgericht Ansbach
Existenzsicherung
Dokumente
Kreis- und Stadtgericht Nürnberg
Erklärung
Entschließung
Protokoll
Beglaubigung
Vormundschaftsgericht
Bericht
Justizministerium
Ministerialreskript
König von Bayern
Deputat
Reiseplan
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Stadtarchiv Nürnberg (Tektonik)
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- E 29/II - Familienarchiv Tucher / Gesamtgeschlecht und jüngere Linie / Akten und Rechnungen (Tektonik)
- Tucher/Gesamtgeschlecht und Jüngere Linie/Akten und Rechnungen (Bestand)