Korrespondenz von Werner Karthaus an Otto Lay
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NL Karthaus, HHI.77.G.1000.251
HHI.NL Karthaus Nachlass Werner Karthaus
Nachlass Werner Karthaus >> Archivalie – Korrespondenz
1952
"Sehr geehrter Herr Direktor Lay!
Bei der Arbeit an dem Textentwurf zeigte es sich, daß die verschiedenen Gedanken schwer in einem Lied vereinigt werden können.
Wie verabredet schwebte mir vor, zunächst ein eigentliches Berufs- und Festlied zu machen. Dem entspricht Entwurf I, wie er beiliegt. Dann habe ich zu den Gedanken des Schweißens aufs ganze Leben übertragen, und ein zwischen Scherz und Ernst einhergehendes geselligesc [sic!] Trinklied entworfen, Blatt II.
Bevor ich diese Entwürfe Herrn Professor Dörnen zuleite, sende ich sie Ihnen, Ihre Meinung wäre mir sehr wertvoll!
Nun fehlt noch III: Autogen-elektrisch! Vielleicht trauen Sie mir nach beiliegenden Proben zu, daß ich auch dies textlich formulieren könnte? Dann brauchte ich Sie nicht nach Duisburg zu bemühen, und wir könnten in Lörick dem Schweißen zuschauen?.. denn jetzt brauche ich die Anschauung unbedingt, die Fachausdrücke, das ganze praktische Bild. Ein Vor-Entwurf ist schon da, doch nicht zum Vorzeigen.
Glücklicherweise geht jetzt unser Telefon, es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie zu Ihnen passender Stunde einmal anrufen würde: 5 48 29 !
Wir hoffen, Sie hatten einen schönen, gesegneten Feiertag in Altenberg, wir haben Ihrer und Ihrer Lieben gedacht! die Glückwünsche für das junge Paar gehen gar nicht alle in den Hausbriefkasten hinein, wir halten sie inzwischen in gutem Verwahr!
Mit vielen schönen Grüßen
Ihr sehr ergebener"
Bei der Arbeit an dem Textentwurf zeigte es sich, daß die verschiedenen Gedanken schwer in einem Lied vereinigt werden können.
Wie verabredet schwebte mir vor, zunächst ein eigentliches Berufs- und Festlied zu machen. Dem entspricht Entwurf I, wie er beiliegt. Dann habe ich zu den Gedanken des Schweißens aufs ganze Leben übertragen, und ein zwischen Scherz und Ernst einhergehendes geselligesc [sic!] Trinklied entworfen, Blatt II.
Bevor ich diese Entwürfe Herrn Professor Dörnen zuleite, sende ich sie Ihnen, Ihre Meinung wäre mir sehr wertvoll!
Nun fehlt noch III: Autogen-elektrisch! Vielleicht trauen Sie mir nach beiliegenden Proben zu, daß ich auch dies textlich formulieren könnte? Dann brauchte ich Sie nicht nach Duisburg zu bemühen, und wir könnten in Lörick dem Schweißen zuschauen?.. denn jetzt brauche ich die Anschauung unbedingt, die Fachausdrücke, das ganze praktische Bild. Ein Vor-Entwurf ist schon da, doch nicht zum Vorzeigen.
Glücklicherweise geht jetzt unser Telefon, es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie zu Ihnen passender Stunde einmal anrufen würde: 5 48 29 !
Wir hoffen, Sie hatten einen schönen, gesegneten Feiertag in Altenberg, wir haben Ihrer und Ihrer Lieben gedacht! die Glückwünsche für das junge Paar gehen gar nicht alle in den Hausbriefkasten hinein, wir halten sie inzwischen in gutem Verwahr!
Mit vielen schönen Grüßen
Ihr sehr ergebener"
1 maschinenschriftliche Briefabschrift ohne Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Otto Lay - Empfänger*in
Düsseldorf - Empfängerort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:59 MEZ