"Existenzgründer nach dem Konkurs"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EL 235 I C050018/101
EL 235/468
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/003 01 (EL 235 I) Akademie für Technikfolgenabschätzung
Akademie für Technikfolgenabschätzung >> Tondokumente
4. März 1999
Die Selbsthilfegruppe "Allgemeiner Deutscher Unternehmer Club (ADUC)" wurde 1995 in Stuttgart von Unternehmern gegründet, die selbst vom Konkurs betroffen waren, in ihrer Lage kaum Beratung oder Anlaufstellen fanden, und es sich nun zur Aufgabe gemacht haben, Betroffene in ähnlicher Lage zu unterstützen. So wollen sie u.a. jungen Unternehmern helfen nach einem Konkurs einen Neustart zu versuchen oder schon im Vorfeld einer drohenden Pleite entgegen zu wirken und Existenzgründer beraten. Außerdem steht die psychologische Unterstützung auf dem Programm, da sich die meisten Pleite gegangenen Unternehmern allein schuldig und als Menschen zweiter Klasse fühlen. Als externe Berater stehen Fachleute wie Rechtsanwälte oder Steuerberater zur Verfügung. Drei von vier Existenzgründern scheiteren, da sie zu wenig praktische Unterstützung bekämen und zu viel für Versicherung und Steuern zahlen müssten. Ein weiteres Problem sei die praktische Umsetzung mit allen unvorhersehbaren Ereignissen des Arbeitsalltags, dem viele Existenzgründer trotz aller theoretischer Vorbereitung oft schlicht nicht gewachsen seien. Ein großer Nachteil gegenüber Angestellten sei auch der nicht zu unterschätzende psychlogische Faktor, die Frustration, dass viel eigenes Kapital in die Existenz gesteckt wird, ohne die Sicherheit, ein festes Gehalt zu bekommen, zudem das Gefühl, permanent die Gläubiger im Nacken sitzen zu haben. Bei der Werbung für Existenzgründung würden außerdem die Risiken oft verschwiegen und tabuisiert. Bei einem Konkurs falle der Betroffene durch das soziale Netz. Für innovative neugegründete Unternehmen sei es zudem ein Nachteil, dass die etablierten Großunternehmen in Baden-Württemberg sich schwer tun, diese Innovationen zu unterstützen
Selbsthilfemagazin
1'39
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Staatsarchiv Ludwigsburg
Ehrhardt, Jürgen
Koch, ?
Kopp, Alexander
Krauss, Gerhard
Martinovic, Frederika
Wiedmann, Gerd
Wirtschaftsunternehmen; Existenzgründung
Wirtschaftsunternehmen; Konkurs
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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